Teil 2 meines Gespräches mit dem algerischen Schriftsteller Boualem Sansal:

Wie soll man über das Problem der Migration sprechen? Was wäre wahre Hilfe für die Menschen in Syrien, im Irak, in Algerien?

Boualem Sansal:

Wir sind in keiner normalen Situation. Man nutzt einen Kriegszustand aus um ein Volk auszurauben. Um ein Volk für ein Jahrhundert in eine  erbärmliche Situation zu stürzen.

Wir hatten das schon im Verlauf der Geschichte: Völker, die entwurzelt wurden und dann verschwanden.

Man muss also den Menschen helfen, in ihren Ländern zu bleiben.

Es ist gut, das genau so zu sagen. Aber wenn man sagt: „Wir müssen sie von hier verjagen!“ … Nein. Man verjagt keine Menschen! Denn es handelt sich um Menschen, denen es schlecht geht, also muss man sie empfangen, ihnen zu trinken geben. Das ist doch normal.

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