2017 feiern die evangelischen Kirchen 500 Jahre Reformation. Martin Luthers Verhältnis zu den Juden darf dabei nicht verschwiegen werden. Der Kölner Sprachwissenschaftler und Historiker Dietz Bering gibt im Gespräch Auskunft über die Frage, ob Martin Luther Antisemit war. Gibt es Entwicklungen in Luthers Ansichten über die Juden? Wie waren die zeitgeschichtlichen Voraussetzungen, welche Gründe gab es für anti-judaische Ressentiments?
In seinem Buch „War Luther Antisemit?“ (http://amzn.to/2kYLN4W – Affiliate Link) stellt Bering die brisante These auf, gerade die besondere Nähe Luthers zum Judentum lasse seinen Antisemitismus erklären. Es wirft ein Licht auf das deutsch-jüdische Verhältnis insgesamt, das Bering als „Tragödie der Nähe“ beschreibt.
Prof. Dr. Dietz Bering lehrte an der Universität zu Köln historische Sprachwissenschaften. 1981 gehörte er zu den Gründungsfellows des „Wissenschaftskollegs zu Berlin“. Grundlegende Werke: „Der Name als Stigma Alltagsantisemitismus 1812-1933“ (1987), „Kampf um Namen. Bernhard Weiß gegen Joseph Goebbels“ (1991). „Die Epoche der Intellektuellen. 1889-2001“ (2010) und „Die Intellektuellen im Streit der Meinungen“ (2011).

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