„Moyshe Kulbak, geb. 1896, war ein erfolgreicher Dichter, Schriftsteller und Theaterautor in jiddischer Sprache. 1937 wurde er nach einem stalinistischen Schauprozess hingerichtet.

Der Roman Montag ist 1926 erschienen und wurde 2017 erstmals ins Deutsche übersetzt.

Kulbak thematisiert die großen sozialen Umbrüche in Russland während der Revolution aus jüdischer Sicht.

Sophie Lichtenstein, die Übersetzerin dieses Romans, ist Jiddistin, Literatur- und Sprachwissenschaftlerin, Germanistin und arbeitet als Übersetzerin und Lektorin.

“Nichts an diesem Roman ist klein, lässt man einmal die Länge des Textes außer Acht“, schreibt sie.

Der Roman erzählt von der russischen Revolution 1917 und davon, was sie für das jüdische Leben bedeutet. Es ist die Geschichte des armen Hebräischlehrers Mordkhe Markus, einem Wankenden und Zerissenen zwischen den Welten.

In diesem Roman geht es um die ganz großen Fragen der Menschheit: Wer bin ich? Woher komme ich? Was will ich? Welcher Politik soll ich folgen? Wie zeitgemäß ist Religion? Was ist Liebe? Welche Rolle spielt die Philosophie? Welchen Idealen soll ich folgen?

Für mich ist es ein ganz großer kleiner Roman. Kulbaks Sprache und seine Sicht der Dinge sind Zeugnisse einer längst untergegangenen Welt.“

Heinrich Kolb

Moyshe Kulbak

Montag

Ein kleiner Roman

Edition FotoTapeta, Berlin 2017

ISBN 9783940524614

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