Schon nach wenigen Stunden Tragen: Masken mit gefährlichen krankmachenden Keimen belastet

In den Masken von Kindern tummelt sich eine Vielzahl von Keimen – nicht immer nur harmlose. Darunter können auch Erreger von ernstzunehmenden Erkrankungen sein, wieTuberkulose, Blutvergiftung, Lungen- oder Hirnhautentzündung. Das zeigt die Analyse eines Labors an der University of Florida, über die das Lokalblatt „Alachua Chronicle“ berichtet

Eine Gruppe von Eltern hatte für fünf bis acht Stunden getragene Masken an das Labor geschickt, um herauszufinden, ob und wie stark diese nach dem Tragen mit Krankheitserregern belastet sind. Anlass war der hartnäckige Hautausschlag im Gesicht bei einem der Kinder. Eine der eingeschickten sechs Masken stammte von einem Erwachsenen. Ein getragenes Kindershirt und ungetragene Masken dienten als Kontrolle. 

In den Kontrollen konnte das Labor keine Erreger ausmachen. Aber bei den getragenen Masken belegt der Laborbericht klar eine Belastung mit diversen bedenklichen Keimen: In der Hälfte fanden sich Bakterien, die eine Lungenentzündung verursachen können, bei einem Drittel Bakterien, die eine Hirnhautentzündung auslösen können. In einem Drittel waren sogar antibiotikaresistente Bakterien. 

Unter den gefundenen pathogenen Keimen waren der Lungenentzündungserreger „Streptococcus pneumoniae“, das Tuberkulosebakterium „Mycobacterium tuberculosis“, der Darmkeim „Escherichia coli“, der Diphtherieerreger „Corynebacterium diphtheriae“ sowie die Erreger „Neisseria meningitidis“ und „Staphylococcus aureus“, die beide Hirnhautentzündung und Blutvergiftung auslösen können. Der Test war auch in der Lage, Viren nachzuweisen, einschließlich SARS-CoV-2. Dennoch fand sich nur ein Virus, und zwar ein Herpesvirus. 

Potenziell krankmachende Keime befinden sich ebenso wie viele unbedenkliche ständig in unserer Umgebung. Und normalerweise stellt das kein gesundheitliches Problem dar, schon gar nicht bei einem gesunden Immunsystem. Ihnen allerdings über längere Zeiträume so dicht – direkt im Gesicht über Mund und Nase – ausgesetzt zu sein, kann das empfindlich ändern. Noch dazu fördert das feuchtwarme Klima an der Maske das Keimwachstum. 

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