Die Freiheit der Wissenschaft ist in Gefahr – Prof. Dr. Christof Kuhbandner im Gespräch

„Es kann nicht sein, dass wir als Gesellschaft an einen Punkt gekommen sind, wo man als Wissenschaftler Angst haben muss, wissenschaftliche Fakten in die Öffentlichkeit zu bringen“, sagt der Psychologe Prof. Dr. Christof Kuhbandner. Die von ihm verfassten, peer-reviewten Fachpublikationen von der fehlenden wissenschaftlichen Begründung der Corona-Maßnahmen haben ihm einen unschönen Titel beschert: er sei ein „Wissenschaftler, der Corona leugnet“.

Über den Dächern von München reden wir über das Thema Corona aus einer psychologischen Perspektive, über Risikokommunikation, das Milgram-Experiment, Konformismus, den Keim des Gehorsams und den Ethos des Wissenschaftlers – das Hinterfragen jeglicher von Experten „verkauften“ Wahrheit.

Der Universitätsprofessor spricht über die Rolle der Psychologie in der Pandemie, die zwei Wege einschlagen kann: sie kann sich entweder dazu entscheiden, Theorien und Konditionierungstechniken als Werkzeug zu benutzen, Menschen dazu zu bewegen, automatisierte Verhaltensweisen an den Tag zu legen. Kuhbandner präferiert jedoch eine zweite Option: die Befähigung des Menschen, an ihn herangetragene Informationen, Handlungsvorschriften und Normen eigenständig zu durchdenken. Das ist die Aufgabe der Psychologie, sagt er, den Menschen zum kritischen Denken zu führen.

Prof. Dr. Christof Kuhbandner ist deutscher Psychologe, Professor am Institut für experimentelle Psychologie an der Universität Regensburg, sowie Inhaber des Lehrstuhls für Pädagogische Psychologie. Über sein Fachgebiet hinaus wurde Kuhbandner im Jahr 2020 einer breiteren Öffentlichkeit bekannt, weil er sowohl in Online-Beiträgen u. a. auf Telepolis als auch in wissenschaftlichen Fachpublikationen die epidemiologische Begründung der nicht-pharmazeutischen Maßnahmen im Zuge der Covid-19-Pandemie in Frage stellte und vor Kollateralschäden warnte.

Geführt und aufgezeichnet wurde dieses Gespräch am 27. Mai 2021 in München.

2 Kommentare

  1. Sehr interessantes Interview.
    Nicht folgen konnte ich bei der ‚moralischen‘ Bewertung von Folgen, etwa von „Impf“schäden bei gleichbleibend vorgegebenen ‚Opferzahlen‘, weil dann eine wissenschaftliche Sichtweise verbaut würde.

    Ich sehe da keine Äquidistanz.
    Es macht eben schon einen Unterschied, ob ein Naturereigniss 200 Menschenleben fordert oder ob die Rettungsmannschaften durch schweres Gerät 200 Menschenleben in Kauf nehmen.
    Es ist klar das alle Menschen, vorzugsweise wenn sie alt sind, sterben. Ob sie durch Verdursten umkommen, weil keiner sich kümmert, oder durch intubieren, weil keiner nachdenkt, oder durch Impfung, weil jemand verdienen will – oder ob sie ein paar Monate oder Jahre später eines natürlichen Todes sterben, weil sie gepflegt und umsorgt wurden –

    das tut, das tut was dazu!

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  2. Darf ich sagen, dass dieser Videobeitrag mich zutiefst positiv berührt, und mir aus irgendeinem Grund Hoffnung und Zuversicht gibt? Meines Erachtens ein wunderbar tiefgründiger Dialog. Danke von Herzen euch beiden!

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