Greta Thunberg: „people in power“ betreiben Doppelmoral und Greenwashing

Zum Motto der diesjährigen Konferenz des „Austrian World Summit“, eine von Arnold Schwarzenegger initiierte Klimaschutzkonferenz am 1. Juli „Healthy Planet – Healthy People“ schlug Schwarzenegger versöhnliche Töne an. Statt Angst zu schüren, etwa mit drohenden Trockenperioden, Hunger, Krieg oder schmelzenden Eisbergen, möchte er die Menschen vielmehr mit verständlicherer Kommunikation abholen. Aussagen wie das „1,5-Grad-Ziel“ oder „CO2-Neutralität“ sei für viele unverständlich und ginge über deren Köpfe hinweg. Sie wüssten nicht, ob es ein oder mehrere Probleme seien, die man in Ordnung bringen müsse. Daher sei es wichtig, nur ein Thema auf einmal zu kommunizieren, da man sonst die Menschen überfordere.

Zu den Anwesenden, vor denen Schwarzenegger sprach, zählten Vertreter von Umweltschutzorganisationen, Politiker und Unternehmen. Auch die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg war per Videokonferenz zugeschaltet und hielt eine 7-minütige Rede, in der sie harte Kritik an dem bisherigen weltweit politischen Vorgehen übte.

Thunberg: die Klimakrise als Geschäftsmöglichkeit für die „people in power“

Thunberg, welche die Bewegung „Fridays for Future“ ins Leben gerufen hatte, kritisierte, dass es die Klimaveränderungen zwar ins Bewusstsein der Menschen und in die Politik geschafft hätte, letztere jedoch genauso weitermache wie vorher. Der gesellschaftliche Druck auf die „people in power“ sei zu groß geworden und so sei es für die Verantwortlichen an der Zeit gewesen zu handeln, was sie auch getan hätten, so Thunberg. Jedoch sei dies kein Handeln für das Klima, sondern ein „Rollenspiel“ gewesen. Ein „Spiel mit Worten, mit der Politik und mit unserer Zukunft“, so die klaren Worte der Klimaaktivistin.

Sie prangert an, dass die Rhetorik in der Politik nichts weiter als Kommunikationstaktik sei. Im Vordergrund würde es so aussehen, als höre man auf die junge Generation, während man unverändert mit den bisherigen Geschäften weitermache und unter anderem neue Lizenzen für zukünftige Ölfelder vergibt. Die Verantwortlichen sehen die Klimakrise nicht als Notfall, sondern bestenfalls als „Geschäftsmöglichkeit“, um „grüne Jobs zu schaffen“.

„Climate Action Hero“-Medaille für Greenwashing?

Im weiteren Verlauf der Klimaschutzkonferenz wurde allen Sponsoren die „Climate Action Hero“-Medaille verliehen. Die Tatsache, dass auch Karl-Heinz Kopf die Medaille für die österreichische Wirtschaftskammer entgegennahm, sorgte für Wirbel im Saal und in den sozialen Medien. Klimaaktivisten kritisieren die österreichische Wirtschaftskammer und werfen ihr eine Blockadehaltung gegenüber dem Klimaschutz vor. Die Sprecherin des österreichischen Klimavolksbegehrens Katharina Rogenhofer nannte die Auszeichnung in Zusammenhang mit Karl-Heinz Kopf den „Gipfel des Greenwashing“.

Bemerkenswert ist, dass die harte Kritik der Klimaaktivistin, welche die offensichtliche Doppelmoral der weltlichen Politik anprangert, in der medialen Berichterstattung völlig unterging. Dabei wäre dies doch ein gefundenes Fressen für die links-grüne Berichterstattung. War ihr die Kritik Thunbergs an den „people in power“ zu scharf? Denn wie Kritiker seit geraumer Zeit bemerken, könnte der Klimaschutz für die Politik in Zukunft als neuer Aufhänger gehandelt werden, um nach der Pandemie alte und neue Einschränkungen rechtfertigen zu können.

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