Was tun in Zeiten des Niedergangs? – David Engels im Gespräch

  BÜCHER von David Engels: – Auf dem Weg ins Imperium: Die Krise der Europäischen Union und der Untergang der Römischen Republik. Historische Parallelen https://amzn.to/2U3b7dH * – Renovatio Europae: Plädoyer für einen hesperialistischen Neubau Europas https://amzn.to/2IKT3zR * – Que Faire?: Vivre avec le déclin de l’Europe https://amzn.to/2Qeig9W *   Was tun in Zeiten des Niedergangs? – David Engels im Gespräch weiterlesen

1968 – Untergang des Abendlandes oder notwendige Revolution? Dietz Bering im Gespräch

War 1968 der Beginn des Untergangs des Abendlandes, der eine Ideologie in die Welt setzte, die die Familien zerstört, die Gemeinschaften geschwächt, den Glauben an ewige Werte und die Religion verlacht und die westlichen Kultur verteufelt hat – oder war … 1968 – Untergang des Abendlandes oder notwendige Revolution? Dietz Bering im Gespräch weiterlesen

Ungleiche Nachbarn – Geschichte des jüdischen Alltags in Deutschland

Ungleich – das waren sie in der Tat, die jüdischen und die nicht-jüdischen Deutschen seit dem Dreißigjährigen Krieg bis zum Holocaust. Aber nur „Nachbarn“, nicht Mitbewohner oder Familienmitglieder gar? „Ungleiche Nachbarn“ ist der Titel des Symposions, das anlässlich des Erscheinens … Ungleiche Nachbarn – Geschichte des jüdischen Alltags in Deutschland weiterlesen

KaiserTV RadioSchau – Klimawandel und Gesellschaft

Lange kalte Winter und kurze kühle Sommer: Im 17. Jahrhundert veränderte sich das Klima in Europa dramatisch. Das Getreide wurde knapp, Wirtschaft und Gesellschaft torkelten in eine tiefe Krise. Die Kleine Eiszeit vermittelt uns eine Vorstellung von den schweren Verwerfungen, … KaiserTV RadioSchau – Klimawandel und Gesellschaft weiterlesen

Kann Integration funktionieren? – Dietz Bering zum deutsch-jüdischen Verhältnis (TEIL 3)

Nah, aber doch in einem wesentlichen Punkt verschieden, waren sich Luther und die Juden, so die These des Kölner Sprachwissenschaftlers und Historikers Dietz Bering. Im dritten Teil des Gesprächs geht es um Möglichkeiten und Gefahren von Assimilation und Integration, die … Kann Integration funktionieren? – Dietz Bering zum deutsch-jüdischen Verhältnis (TEIL 3) weiterlesen

Gefährliche Nähe – Deutsche und Juden. Gespräch mit Dietz Bering (TEIL 2)

2017 feiern die evangelischen Kirchen 500 Jahre Reformation. Martin Luthers Verhältnis zu den Juden darf dabei nicht verschwiegen werden. Bering gibt im Gespräch Auskunft über die Frage, ob Martin Luther Antisemit war. Gibt es Entwicklungen in Luthers Ansichten über die … Gefährliche Nähe – Deutsche und Juden. Gespräch mit Dietz Bering (TEIL 2) weiterlesen

War Luther Antisemit? – Gespräch mit Dietz Bering (TEIL 1)

Nah, aber doch in einem wesentlichen Punkt verschieden, waren sich Luther und die Juden, so die These des Kölner Sprachwissenschaftlers und Historikers Dietz Bering. Im ersten Teil des Gesprächs geht es um die Gründe für Luthers Judenfeindschaft. 2017 feiern die … War Luther Antisemit? – Gespräch mit Dietz Bering (TEIL 1) weiterlesen

Auf der Suche nach dem besseren Leben – „Das kommunistische Amerika“

Rudolf Stumbergers Reisebericht über „Das kommunistische Amerika“ zeigt die mannigfaltigen hoffnungsvollen Versuche von alternativen Lebensformen im Kollektiv, aber auch ihr mannigfaltiges Scheitern Träumen auch Sie manchmal von einem Leben, das weder Stress noch Konkurrenzdenken kennt, fern von Existenzangst oder Profitgier, … Auf der Suche nach dem besseren Leben – „Das kommunistische Amerika“ weiterlesen

„Das Unsägliche sagen“ – Huml/Rappenecker: „Jüdische Intellektuelle im 20. Jahrhundert“

Über die Suche nach einer Identität ,nach Auschwitz’ und die Formen des Erinnerns

 

„Wer Jude ist, bestimme ich“, hat der Wiener Bürgermeister Karl Lueger auf die Frage geantwortet, warum denn in seinem, eines Antisemiten Freundeskreis so viele Juden seien. Wenn es doch nur so einfach wäre, wird man sich denken, und im selben Augenblick: Bloß gut, dass es komplizierter ist. Denn Identität, kollektive zumal, ist nicht erst seit den Zeiten, da sie zu einem Modebegriff der Kulturtheorie avancierte, eine heikle Angelegenheit. Welche Instanz bestimmt, wer oder was jemand sei, wie er sich selbst verstehen, welchem Milieu er zugehören solle und welchem nicht, auf welche Weisen er sich von Mitgliedern anderer Kollektive zu unterscheiden habe? Um die Virulenz dieser Problematik für ein ,jüdisches’ Selbstverständnis zu verdeutlichen, muss man nicht erst auf die fatalen Bemühungen der Nazis verweisen, mittels Zwangszuweisung der Namen „Israel“ und „Sara“ oder des Davidsterns vermeintliche Klarheit in das Chaos zu bringen.

In diesem Sinne stellen die Autorinnen und Autoren des von Ariane Huml und Monika Rappenecker herausgegebenen Bandes „Jüdische Intellektuelle im 20. Jahrhundert“ die Frage nach dem Standort des jüdischen Denkens heute und suchen sie auf vielfältige, zwangsläufig unabgeschlossene Weise zu beantworten. Wollte man die Ergebnisse der 17 Einzelstudien zusammenfassen, die das thematische Feld von den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts bis zur Gegenwart abstecken, so könnte es wohl nur in der Einsicht geschehen, dass jüdische Identität weder je fest umrissen war noch ist. Gerade diese Tatsache aber, so sind sich die Beitragenden einig, begründet den seismographischen Wert nicht nur eines jeden der geschilderten Schicksale von Karl Kraus über Hannah Arendt bis zu Ruth Klüger oder Hilde Domin, sondern überhaupt der gesamten neueren jüdischen Geschichte für die Entwicklungen der Moderne und Nach-Moderne.

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