1968 – Untergang des Abendlandes oder notwendige Revolution? Dietz Bering im Gespräch

War 1968 der Beginn des Untergangs des Abendlandes, der eine Ideologie in die Welt setzte, die die Familien zerstört, die Gemeinschaften geschwächt, den Glauben an ewige Werte und die Religion verlacht und die westlichen Kultur verteufelt hat – oder war es eine notwendige Revolution der Denkungsart, die eine Liberalisierung und Toleranz gegenüber alternativen Lebensentwürfen mit sich gebracht hat, dazu Befreiungsbewegungen der Ausgebeuteten dieser Erde, zur Gleichstellung der Geschlechter und Kritik an Gehorsam und Autoritätsdenken? Ich spreche mit dem Sprachwissenschaftler und Antisemitismus-Forscher Prof. Dr. Dietz Bering über seine persönlichen Erlebnisse und Wahrnehmungen um 1968 herum, sowie über Ursachen und Folgen der Kulturellen Revolution.

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Kann Integration funktionieren? – Dietz Bering zum deutsch-jüdischen Verhältnis (TEIL 3)

Nah, aber doch in einem wesentlichen Punkt verschieden, waren sich Luther und die Juden, so die These des Kölner Sprachwissenschaftlers und Historikers Dietz Bering. Im dritten Teil des Gesprächs geht es um Möglichkeiten und Gefahren von Assimilation und Integration, die Bering an der Kategorie der Kontrasterfahrung verdeutlicht.

 

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Luther als Antisemit?

2017 feiern die evangelischen Kirchen 500 Jahre Reformation. Martin Luthers Verhältnis zu den Juden darf dabei nicht verschwiegen werden. Bering gibt im Gespräch Auskunft über die Frage, ob Martin Luther Antisemit war. Gibt es Entwicklungen in Luthers Ansichten über die Juden? Wie waren die zeitgeschichtlichen Voraussetzungen, welche Gründe gab es für anti-judaische Ressentiments?
In seinem Buch „War Luther Antisemit?“ stellt Bering die brisante These auf, gerade die besondere Nähe Luthers zum Judentum lasse seinen Antisemitismus erklären. Es wirft ein Licht auf das deutsch-jüdische Verhältnis insgesamt, das Bering als „Tragödie der Nähe“ beschreibt.
Prof. Dr. Dietz Bering lehrte an der Universität zu Köln historische Sprachwissenschaften. 1981 gehörte er zu den Gründungsfellows des „Wissenschaftskollegs zu Berlin“. Grundlegende Werke: „Der Name als Stigma – Alltagsantisemitismus 1812-1933“ (1987), „Kampf um Namen. Bernhard Weiß gegen Joseph Goebbels“ (1991). „Die Epoche der Intellektuellen. 1889-2001“ (2010) und „Die Intellektuellen im Streit der Meinungen“ (2011).

TEIL 1 ;  TEIL 2;  auf SoundClound an einem Stück hören

Gefährliche Nähe – Deutsche und Juden. Gespräch mit Dietz Bering (TEIL 2)

2017 feiern die evangelischen Kirchen 500 Jahre Reformation. Martin Luthers Verhältnis zu den Juden darf dabei nicht verschwiegen werden. Bering gibt im Gespräch Auskunft über die Frage, ob Martin Luther Antisemit war. Gibt es Entwicklungen in Luthers Ansichten über die Juden? Wie waren die zeitgeschichtlichen Voraussetzungen, welche Gründe gab es für anti-judaische Ressentiments?
In seinem Buch „War Luther Antisemit?“ stellt Bering die brisante These auf, gerade die besondere Nähe Luthers zum Judentum lasse seinen Antisemitismus erklären. Es wirft ein Licht auf das deutsch-jüdische Verhältnis insgesamt, das Bering als „Tragödie der Nähe“ beschreibt.
Prof. Dr. Dietz Bering lehrte an der Universität zu Köln historische Sprachwissenschaften. 1981 gehörte er zu den Gründungsfellows des „Wissenschaftskollegs zu Berlin“. Grundlegende Werke: „Der Name als Stigma – Alltagsantisemitismus 1812-1933“ (1987), „Kampf um Namen. Bernhard Weiß gegen Joseph Goebbels“ (1991). „Die Epoche der Intellektuellen. 1889-2001“ (2010) und „Die Intellektuellen im Streit der Meinungen“ (2011).

TEIL 1 ;  TEIL 3; auf SoundClound an einem Stück hören

War Luther Antisemit? – Gespräch mit Dietz Bering (TEIL 1)

Nah, aber doch in einem wesentlichen Punkt verschieden, waren sich Luther und die Juden, so die These des Kölner Sprachwissenschaftlers und Historikers Dietz Bering. Im ersten Teil des Gesprächs geht es um die Gründe für Luthers Judenfeindschaft.
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2017 feiern die evangelischen Kirchen 500 Jahre Reformation. Martin Luthers Verhältnis zu den Juden darf dabei nicht verschwiegen werden. Bering gibt im Gespräch Auskunft über die Frage, ob Martin Luther Antisemit war. Gibt es Entwicklungen in Luthers Ansichten über die Juden? Wie waren die zeitgeschichtlichen Voraussetzungen, welche Gründe gab es für anti-judaische Ressentiments?
In seinem Buch „War Luther Antisemit?“ stellt Bering die brisante These auf, gerade die besondere Nähe Luthers zum Judentum lasse seinen Antisemitismus erklären. Es wirft ein Licht auf das deutsch-jüdische Verhältnis insgesamt, das Bering als „Tragödie der Nähe“ beschreibt.

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Dietz Bering

Prof. Dr. Dietz Bering lehrte an der Universität zu Köln historische Sprachwissenschaften. 1981 gehörte er zu den Gründungsfellows des „Wissenschaftskollegs zu Berlin“. Grundlegende Werke: „Der Name als Stigma Alltagsantisemitismus 1812-1933“ (1987), „Kampf um Namen. Bernhard Weiß gegen Joseph Goebbels“ (1991). „Die Epoche der Intellektuellen. 1889-2001“ (2010) und „Die Intellektuellen im Streit der Meinungen“ (2011).