Welzer lesen! – KaiserTV liest „Die smarte Diktatur“ (Teil 1)

Die modernen Kommunikationsmedien verschlechtern unser Leben. Sie verdummen uns, machen uns zu Sklaven des Marktes und sind auch irgendwie verbunden mit Flüchtlingskrise, Umweltzerstörung und Klimawandel. Sagt Harald Welzer Welzer lesen! – KaiserTV liest „Die smarte Diktatur“ (Teil 1) weiterlesen

Die digitale Gefahr – Über Byung-Chul Hans „Im Schwarm. Ansichten des Digitalen“

Es ist nicht schwer, Medienkritik zu kritisieren. Gibt sie sich optimistisch und preist die medialen Innovationen als förderlich für Individuum und Gesellschaft, wirft man ihr Naivität und den Verlust eines auf festen Werten gründenden Menschenbildes vor. Kommt die Medienkritik skeptisch … Die digitale Gefahr – Über Byung-Chul Hans „Im Schwarm. Ansichten des Digitalen“ weiterlesen

Vom Zauberwort zur Knechtschaft – H. Rosa: Resonanz – Teil 2: Kritik

Noch mehr Macht – für einen guten Zweck!

Man hat ja beim Lesen von Büchern, die von Sozialwissenschaftlern geschrieben sind, deren Gesellschaftsanalyse sich an Marx, an die Frankfurter Schule, an Habermas anlehnt (Rosas Ansatz bezieht sich zudem explizit auf Axel Honneths Anerkennungsbegriff und Charles Taylors Kommunitarismus), auf jeder Seite die Befürchtung, dass beim Umblättern eine politische Forderung aufgestellt wird, die einen noch stärkeren bürokratischen Apparat, noch mehr Zwang und noch mehr politische Macht rechtfertigt und zur Notwendigkeit macht.

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Eine Soziologie der Weltbeziehung

… und die Welt hebt an zu singen – Hartmut Rosa: „Resonanz“

Teil 1: Was ist Resonanz?

Stellen Sie sich vor, Sie wachen morgen früh auf und besitzen genau das Doppelte von dem, was Sie heute besitzen. Wären Sie glücklicher? Fürs erste schon, werden Sie vielleicht sagen, aber wir wissen auch, dass eine bloße Verdopplung von Ressourcen, über die wir verfügen, nicht automatisch dazu führen wird, dass wir ein glücklicheres und zufriedeneres Leben leben. Zumindest nicht auf lange Sicht. Irgendwann stellt sich auch bei dem reichsten Menschen Gewöhnung ein und wir merken: das Glück ist anderswo.
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So wichtig wie gefährlich – „Politisches Framing“ von E. Wehling

zuerst erschienen auf KULTURA-Extra, März 2016

„How rich do we need the rich to be?“ – Wie klingt dieser Satz in Ihren Ohren? Es ist der Satz, mit dem Paul Krugman seine Januar-Kolumne in der New York Times beginnt; ins Deutsche lässt er sich mehr schlecht als recht übersetzen mit: „Wie reich sollen unsere Reichen sein?“

Kommt Ihnen der Satz idealistisch, fürsorglich und barmherzig vor, als wäre er ein direktes Zitat aus dem Munde Robin Hoods? Steckt hinter der Fragestellung eine berechtigte Forderung? Oder gilt für sie in exemplarischer Weise, was Wittgenstein als das Hauptanliegen der Philosophie festgehalten hat: „Die meisten Sätze und Fragen, welche über philosophische Dinge geschrieben worden sind, sind nicht falsch, sondern unsinnig. Wir können daher Fragen dieser Art überhaupt nicht beantworten, sondern nur ihre Unsinnigkeit feststellen.“? Ist Krugmans Satz anmaßend oder gar … böse?

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