Geld – die Wurzel allen Übels?

Wäre es nicht besser, in einer Welt ohne Geld zu leben? Ist Geld nicht die Wurzel allen Übels? Was passiert, wenn der Staat die Macht über das Geld einer Gesellschaft erlangt – und was hat das mit dem Sprechen, Denken und Handeln der Menschen zu tun?

Wäre es nicht besser, in einer Welt ohne Geld zu leben? Ist Geld nicht die Wurzel allen Übels? Wofür steht Geld, was ist Papiergeld und woher kommt die Währung? Was passiert, wenn der Staat die Macht über das Geld einer Gesellschaft erlangt – und was hat das mit dem Sprechen, Denken und Handeln der Menschen zu tun?

Das System kritisieren – aber richtig!

Tomáš Sedláček und David Graeber diskutieren über „Revolution oder Evolution“

Tomáš Sedláček und David Graeber diskutieren über „Revolution oder Evolution“

Haben Sie auch manchmal das Gefühl, dass diejenigen, die am meisten von einem System profitieren, genau die sind, die es am stärksten kritisieren? Dass den Kapitalismus zu kritisieren derart zum guten Ton gehört, dass es wirtschaftlich nachteilig wäre, ihn zu loben? Zumindest auf dem Sachbuchmarkt scheint das zurzeit der Fall zu sein – Titel wie „Freiheit statt Kapitalismus“ (Sahra Wagenknecht), „23 Lügen, die sie uns über den Kapitalismus erzählen“ (Ha-Joon Chang) oder „Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus“ (Naomi Klein) werden nachgefragt wie nie zuvor. Ihr gemeinsames Credo: Der Markt hat versagt. Und so hat auch der Hanser Verlag, der die Gesetze des Buchmarkts kennt und nutzt wie kein zweiter, den Titel des neuen Buches von Tomáš Sedláčeks  und David Graebers Buch ebenso frei wie geschickt aus dem Tschechischen übersetzt. Führte das längere Interview, das Roman  Chlupatý  mit den beiden Bestsellerautoren 2013 geführt hat, noch zurückhaltend den Begriff „System“ im Untertitel, fragt die deutsche Ausgabe gleich doppelbödig nach dem „Ende des Kapitalismus“. Ein Reizwort, mit dem sich Käuferkreise erschließen lassen – geradezu ein ungeschützter Markenname.

Verständlich, ist doch nicht nur das Krisengefühl in den letzten Jahren virulent geworden, sondern auch die Suche nach Lösungen und Wegen aus der Krise – derart virulent, dass eine gründliche Terminologie da nur stören würde. Dass dem Mainstream dabei nur die eine Vokabel, das K-Wort, geblieben ist, um das herrschende System zu beschreiben, ist allerdings Ausdruck der Hoffnungslosigkeit allen Disputierens über die wirtschaftliche Ungleichheit und Ungerechtigkeit unter den Menschen. Denn Folge einer falschen Situationsbeschreibung ist freilich immer eine irrige Ursachenanalyse.

 

„Der Markt ist frei“, so lautet wohl das erste und wichtigste Fehlurteil, das das Gros der Kritiker fällt – resultierend in einem fehlgeleiteten Nachdenken über Gründe für die Misere – der freie Markt produziere durch seinen Mechanismus Ungleichheiten – sowie in einer immer wieder gehörten, deswegen aber nicht weniger hanebüchenen Folgerung, der freie Markt müsse (vom Staat) beschnitten werden, damit die unnatürlichen Ungleichheiten, die aus ihm entstanden sind, wieder zu Verhältnissen der Gleichheit und Gerechtigkeit modelliert werden. Ein hehres Ziel, weswegen es umso schwerer fällt, die so argumentierenden Kritiker zu kritisieren: Für sie ist das herrschende System eben der Kapitalismus, sie kennen keinen anderen Begriff, und so muss für sie dem Kapitalismus Einhalt geboten werden. Auf die Annahme, selbst in westlichen, liberalen Gesellschaften gebe es gar kein kapitalistisches System, da mit Staatsquoten von 50 %, Steuern und Abgaben von bis zu zwei Dritteln des Einkommens und einem täglich gepflegten, blühenden Garten des Lobbyismus und der Korruption wohl eher „Korporatismus“ der Begriff der Wahl sein müsste – auf diese Annahme kommen weder die Occupy-Aktivisten von der Straße noch ihre namhaften „Vordenker“ – nicht Naomi Klein, nicht Thomas Piketty, nicht Joseph Stiglitz, und eben auch nicht Tomáš Sedláček und David Graeber.

 

Dies beweisen die beiden in dem durch ermüdende Einmütigkeit geprägten Interview, dessen einziger Dissens sich in den beiden titelgebenden Stichworten zusammenfassen lässt: Revolution? (Graeber plädiert für die Abschaffung der staatlichen Institutionen, will jedoch direkte Demokratie und eine andere Wirtschaftsweise, offenbar eine „mit menschlichem Antlitz“, einführen.) – Oder Evolution? (für Sedláček liegt die Schuld, das Unmoralische bei den Institutionen – man müsse „nur“ die Institutionen reformieren, schon gesunde das System.)

 

Es ist wie mit diesem Buch wie mit der Mehrzahl derzeitiger kapitalismuskritischer Publikationen: Es verkennt den Einfluss des Staates auf den Markt, und das sogar, obwohl Graeber und Sedláček sich über das Geldsystem so ihre Gedanken machen. Darin zumindest sind sie, vor allem der Anarchist Graeber, der mit seinem 500-Seiten-Wälzer über „Schulden“ zurecht für Furore gesorgt hat, den üblichen Verdächtigen unter den sogenannten „Star-Ökonomen“ voraus; ist das Geldsystem mit seiner heimlich, still und leise umverteilenden Macht durch ungezügelte Papiergeldproduktion aus dem Nichts doch wie ein Zauberschleier, der den Kritikern die Sicht auf die eigentlichen Ursachen verhängt. Und doch – Graeber und Sedláček erkennen nicht, dass es dank dem staatlichen Geldmonopol, das den Akteuren auf den Märkten gar keine Freiheit in der Wahl der wichtigsten Ware lässt und sie gleichzeitig durch Inflation enteignet, überhaupt keine freien Märkte geben kann. Dass also ihr ganzes Gerede über moralische Kategorien und ökonomische Modelle nichts anderes ist als das – Gerede. Schnell sind sie mit einer ausufernden Metaphorik zur Hand, die man eher aus der Agitation kennt und die der Klarheit des Denkens nicht eben förderlich ist. Von Vampiren ist da die Rede, von Frankensteins Monster, und, wie könnte er fehlen: vom Bullen, denn die Märkte verhalten sich schließlich wie er. Dass so unsauberes Denken und bildhaftes Sprechen zu wohlfeilen Slogans und voreiligen Fehlschlüssen führt, aber nicht zu tieferen Erkenntnissen, beweisen die beiden Interviewpartner aufs Trefflichste.

 

Das gelingt ihnen mit Sottisen oder gut gemeinten Allerweltsphrasen wie den folgenden:

– „Man benötigt eine Art von systemischer Gewalt, weil (sic!) ein lebendiger Bulle, der nicht eingezäunt ist, einen schrecklichen Gewaltausbruch verursachen könnte.“ (Sedláček im bewährten Dreischritt irrige Analyse, ungenaue Terminologie und fehlgeleiteter Lösungsansatz)

– „Es ist effizienter, wenn der Markt keine Rolle spielt (sic!!). Die meisten Systeme sind effizienter, wenn sie nicht effizient sind.“ (Sedláček)

– „Das Revolutionärste besteht darin, eine Gemeinschaft aufzubauen, die auf dem Prinzip der revolutionären Güte beruht, in der die Menschen einfach nur (sic!!!) besonders gütig, nett und hilfsbereit zueinander sind.“ (Graeber)

 

Erstaunlich – ohne auf 144 Seiten auch nur ein einziges Mal einen freien Markt beschrieben zu haben (wie auch?), ist und bleibt die Wahnvorstellung: Freie Märkte sind wie Frankensteins Monster. Und es ist und bleibt die Lösung: Jemand muss uns vor dem Monster schützen. Sedláček ist mit Forderungen zurückhaltender, will als „Reformkapitalist“ jedoch Chaos um jeden Preis vermeiden. Bei Graeber klingt es hingegen so: Wir müssen eine Alternative schaffen, die aufzeigt, wie man die Dinge organisieren kann. Wenn es nicht der freie Markt sein kann (ergo: die Menschen, die aus freien Stücken und zu wechselseitigem Vorteil Verträge miteinander eingehen), dann muss es wohl jemand sein („die Mehrheit“, die Regierung, Experten …), der die höhere Einsicht in die bessere Organisationsweise hat und mit mehr oder weniger Nachdruck durchsetzt. Aber das sagt Graeber wohlweislich nicht.

 

Aber erstaunlich ist es doch. Zwar ist die Fragestellung des Interviewers Chlupatý zeitweilig voreingenommen („Wie kann man die Menschen vor den negativen Effekten der Märkte beschützen?“ – als wäre es der Markt und nicht der Staat, der die Menschen zwingt, Produkte zu kaufen oder ihr Eigentum herzugeben), doch vor allem Graeber beschreibt Ansätze des Korporatismus immer wieder zutreffend. So spricht er von Korruption und Bestechung, die als „Wahlkampfspende“ legalisiert wurden, spricht von einer Verschmelzung des wirtschaftlichen und des politischen Systems, spricht davon, dass „die Kapitalisten im Zusammenwirken mit der Regierung die Richtung der staatlichen Innovationsförderung bestimmen“; und auch Sedláček  spricht in helleren Momenten von der Sozialisierung der Verluste von Banken und Versicherungen. Dann aber, als unterlägen beide einem Sprachzauber, nennen sie das ganze „moderner Kapitalismus“. Sedláček versteigt sich sogar zu der absonderlichen Behauptung, der Markt funktioniere, wenn „General Motors bankrott geht“ und der Staat als Retter einspringt. Mit einer solchen Unfähigkeit zu terminologischer Schärfe sind stichhaltige Lösungsvorschläge nicht zu erwarten. Es bleibt der Verdacht, dass auch der Kritiker einfach zu sehr vom System profitiert, als dass er ihn bei seinem wahren Namen nennen wollte. Wer solche Systemkritiker hat, muss sich um die Zukunft des Systems wahrlich keine Sorgen machen.

 

Tomáš Sedláček / David Graeber: Revolution oder Evolution. Das Ende des Kapitalismus?
Gespräch mit Roman Chlupatý. Aus dem Englischen von Hans Freundl.
München: Hanser Verlag 2015.
144 Seiten, 15,90 €
ISBN 3446443045

Welzer lesen! – KaiserTV liest „Die smarte Diktatur“ (Teil 1)

Die modernen Kommunikationsmedien verschlechtern unser Leben. Sie verdummen uns, machen uns zu Sklaven des Marktes und sind auch irgendwie verbunden mit Flüchtlingskrise, Umweltzerstörung und Klimawandel. Sagt Harald Welzer

Das neue Buch des Soziologen Harald Welzer trifft einen Nerv. „Die smarte Diktatur“ verkauft sich gut, wird diskutiert. Die These ist so simpel wie erwartbar: Die modernen Kommunikationsmedien verschlechtern unser Leben. Sie verdummen uns, machen uns zu Sklaven des Marktes und sind auch irgendwie verbunden mit Flüchtlingskrise, Umweltzerstörung und Klimawandel. Unternehmen wie google, facebook und amazon sammeln unsere Daten und wir verlieren die Kontrolle über unser Leben – Privatsphäre wird wertlos und zugleich steigt die Macht der Überwacher.

Welzers Band ist ebenso meinungsstark wie anregend zu lesen. Tatsächlich ist es selber aber genau das, was sein Untertitel verspricht: Ein „Angriff auf unsere Freiheit“.
Ich habe mir einen Kaffee gemacht und ein paar Seiten durchgeblättert, stets auf der Suche nach fragwürdigen Stellen …

 

Die Angst der Gesellschaft

Warum kämpfen die Menschen für ihre Knechtschaft, als ginge es um ihr Heil?

Die Gesellschaft und die Seele zu vergleichen, die Ähnlichkeit ihrer Struktur und ihrer Ziele aufzuzeigen, ihr Funktionieren mit dem Gleichgewicht ihrer Organe gleichzusetzen – dies hat Tradition bereits seit Platons Staatsdenken. Bei beiden kann man feststellen, dass sie mehr sein müssen als nur die Summe ihrer einzelnen Teile, und das eine Störung des schwächsten Teils auf kurze oder lange Sicht eine Störung des Gesamtorganismus hervorruft.

angst gesellschaftDie Metapher des Flusses scheint auf beide zu passen: werden Gesellschaft und Seele von irgendeiner Seite gestaut oder eingedämmt, kommt es auf einer anderen Seite zu einer Reaktion, da die Energie irgendwohin fließen muss. Werden ihre vitalsten Bedürfnisse nicht befriedigt (bei einer zu rigiden Eindämmung der Energie also), erfolgt früher oder später ein Ausbruch ins Unkontrollierbare. Eine Neurose, eine Depression, eine psychosomatische Erkrankung kann sowohl im individuell-psychischen als auch im sozialen Bereich die Folge sein.

Dem Psychologen Wilhelm Reich verdanken wir die Metapher des Charakterpanzers, die das Streben der Seele nach Immunität gegenüber Veränderung beschreibt, sobald diese sich einer zu großen Blockierung ihrer natürlichen Funktionen gegenübergestellt sieht. Reichs Forschung bezog sich auf Phänomene, die in einer Kultur der Triebunterdrückung zur Stauung sexueller Energie und damit von Lebenskraft führen. Er untersucht das Verhältnis von psychischen und physischen Verkrampfungen und stellte fest, dass dauerhafte Triebunterdrückung eine Verengung des Bewegungsspielraums zur Folge hat, die die Ausdrucksmöglichkeiten des Charakters beschränkt, ja geradezu verarmen lässt. All dies als Reaktion auf tief empfundene Angst davor, seinen ureigensten, spontanen Bedürfnisse nicht gerecht werden zu dürfen.

Der Zusammenhang von körperlicher Expansion und Kontraktion gilt Reich als allgemeines Lebensprinzip. Dementsprechend zeigt sich auf der körperlichen Seite eine Verengung, eine Verpanzerung und Verkrampfung, die auf eine seelische Funktionsstörung Rückschluss gibt. Krebs ist für Reich eine Art Ausdruck dieser totalen Blockierung des Gesamtorganismus – das Krebsgeschwür entwickelt sich jeweils an seiner schwächsten Stelle und ist charakterisiert durch ein ungehemmtes Zellwachstum – ein Ausbruch ins Unkontrollierbare.

Bereits Reich untersuchte die gesellschaftlichen Hintergründe, vor denen Triebunterdrückung den Mitgliedern der Gesellschaft als sinnvolle Strategie des Überlebens und des Erfolgs vorkommen kann: die Anpassung der Individuen an die rigiden und autoritären Strukturen der modernen Arbeitsprozesse verlangt Wege, die eigene Spontaneität zugunsten von Pflichterfüllung einzuschränken. Dies führt – da spontanes Triebleben sich immer im Sexuellen ausdrückt – zu einer Stauung sexueller Energie, die die Quelle neurotischer Symptome und psychosomatischer Krankheiten wird. Orgastische Potenz findet sich in solchen Strukturen nur noch in ihrer Schwundstufe, der erektiven Potenz, wieder. Qualität des Seelenlebens, auch der Triebäußerung, wird durch pure quantifizierbare Erlebnisse ersetzt.

Dem Einzelnen erscheint es sinnvoll, in einer Kultur des Verzichts seine Triebe nicht oder nur sublimiert auszuleben, da er sich soziale Akzeptanz davon verspricht. Folge sind stabile Gesellschaften, deren Subjekte sich berechenbar und affirmativ verhalten. Ein System, das auf massenhafter Ausbeutung von Lebenskraft beruht, kann nur unter solchen Voraussetzungen entstehen und erhalten werden. Trotzdem bliebt es Reich schon damals rätselhaft, warum „die Massen nicht den Weg der Befreiung aus den repressiven gesellschaftlichen Strukturen gewählt haben, sondern großenteils den Faschismus mitgetragen haben.“

Auch heute muss es rätselhaft scheinen, warum angesichts der Zustände in unseren Gesellschaften nicht mehr Menschen den Weg des Umsturzes gehen. Das System zeigt sich deutlich in seinem faschistischen Charakter, in dem Konsum und Status die Surrogate des Sadomasochismus sind, die den autoritären Charakter von heute befriedigen, freilich nur kurzzeitig, süchtig machend und mit fatalen Konsequenzen für andere Menschen und Tiere.

Warum kämpfen die Menschen für ihre Knechtschaft, als ginge es um ihr Heil? […]. Wie Reich sagt, liegt das Erstaunliche nicht darin, daß Leute stehlen, andere streiken, vielmehr darin, daß die Hungernden nicht immer stehlen und die Ausgebeuteten nicht immer streiken. – Gilles Deleuze / Félix Guattari

Die Antwort – in vertrauter Gleichsetzung von Seele und Gesellschaft – könnte in der Angst liegen, die beiden gemacht wird. Angst, stetig und dauerhaft lastend, erzeugt den Panzer, der eine freie Bewegung unmöglich macht. Eine freie Bewegung aber, selbstbewusst und furchtlos, ist die Voraussetzung für Änderung und Befreiung, ja sogar erst für ein Bewusstsein von deren Notwendigkeit.

Angst wird gesellschaftlich hergestellt, um Kontrolle auszuüben. Dieser Zusammenhang ist zur Genüge festgestellt und untersucht worden. Eine Körperpanzerung scheint heute kein gesellschaftliches Symptom zu sein. Lässt dies nicht auch auf eine verringerte seelische Panzerung schließen? Die Möglichkeiten, sich ausleben, scheinen in unserer Erlebnisgesellschaft doch beinahe unbegrenzt vorhanden zu sein. Mehr noch, es fällt dem Individuum als Aufgabe zu, für sein körperliches und seelisches Wohl selber zu sorgen, um zur Herstellung von Waren und Dienstleistungen sowie zu deren Verbrauch fähig zu sein. Burn-Out und Depression können von demjenigen als Menetekel gelesen werden, der nicht aus dem System von Produktion und Konsum, der Anerkennung und Zugehörigkeit schafft, herausfallen will.

Gleichwohl – der Druck auf den Einzelnen, dies zeigt der Soziologe Richard Sennett in seinem Buch „Der flexible Mensch“, steigt auch heute immens. Hinzu kommt die nun deutlich am Leib jedes einzelnen zu spürende engmaschige Überwachung der gesamten Produktionsprozesse durch den Einsatz moderner Kommunikationsmittel.

Die größte Angst scheint nach wie vor diejenige zu sein, abgehängt – von „den anderen“ nicht akzeptiert zu werden. Doch die Mittel, die zur Verhinderung dieses Szenarios eingesetzt werden müssen, sind heute diejenigen des Individuums, das für sein Glück, seinen Erfolg und seine Selbstverwirklichung allein verantwortlich ist. Seine Zeit nicht genutzt zu haben, um aus sich selbst das Beste gemacht zu haben, kommt beinahe dem sozialen Tod gleich. An dieser Verantwortung zugrunde zu gehen, ist die heutige Angst der Gesellschaft.

Je größer die Angst der Gesellschaft, desto größer ist auch ihr Charakterpanzer. Körperlich diagnostiziert wird er vielleicht seltener in Verspannung und Verkrampfung, da die Angebote zur (sexuellen) Triebbefriedigung vielfältig und verfügbar sind. Aber psychosomatische Erkrankungen erscheinen uns heute deutlicher als Zeichen eines „erschöpften Selbst“, wie es der Soziologe Alain Ehrenberg beschreibt.

Je mehr Angst herrscht, desto stärker wird das Vertrauen denjenigen gegenüber, die vor der Gefahr zu schützen vorgeben. Diese – vornehmlich Status, Sicherheit, Vorhersagbarkeit – sind jedoch Repräsentanten des gleichen Systems, das die Angst erst hat entstehen lassen.

Die Schriftstellerin Juli Zeh schreibt dazu:

Es geht nicht nur um Typisierung, sondern vor allem um Prognose. Wir unterliegen einem sagenhaften Glauben an die Quantifizierbarkeit, mit anderen Worten: An die Vorhersagbarkeit der Zukunft (bzw zukünftigen Verhaltens) aufgrund von Datenauswertung. Die ultimative Bedrohung der Freiheit liegt in einem Ummünzen des Sicherheitsbegriffs von einer repressiven (= Verbrechen werden bestraft) in eine präventive (= Verbrechen werden verhindert) Idee. Das Gleiche ereignet sich im Gesundheitssektor (Krankheiten müssen nicht geheilt, sondern verhindert werden). Je mehr Daten die Illusion aufblähen, dass wir künftige Kriminalität oder künftige Krankheit (als die beiden wichtigsten menschlichen Störfälle) vorhersagen können, desto größer wird der Druck auf den Einzelnen werden – von der Notwendigkeit, bestimmte Verhaltensweisen zu unterlassen, bis hin zu Verhaftungen zur Verbrechensverhinderung.

Sowie sich die Seele panzert, um sich Veränderung gegenüber zu immunisieren, panzert sich auch die Gesellschaft, wenn die Angst von ihr Besitz ergreift. Diese Einengung, die in erster Linie eine der Vorstellungskraft ist, zeigt sich heute in vielen Bereichen: von der quasi-freiwilligen Einengung der pädagogischen Imagination auf das Ziel, wirtschaftliches Abgehängtsein zu vermeiden (anstelle eines Vertrauens in die Vorstellung von einem selbstbestimmten, freiwilligen und intrinsischen Lernen); über die gedankliche Verkrampfung, dank der die Idee eines anderen Geldsystems utopisch genannt wird; bis hin zur massenmedialen Kontraktion, die ein alternatives Wirtschaften von vornherein undenkbar macht („Wie soll denn eine andere Gesellschaft aussehen?“) – anstatt die vorhandenen Vorschläge beherzt weiterzudenken und umzusetzen.

Je stärker der gesellschaftliche Charakterpanzer, desto unvorstellbarer erscheint eine Alternative, desto ungangbarer eine Abweichung vom gewohnten Weg und desto unmöglicher auch nur der erste Schritt abseits. Obwohl es mittlerweile klar sein sollte, dass der Weg, den die modernen Gesellschaften gehen, nicht nur ins Abseits, sondern geradewegs in den Abgrund führt.

Venezuela, das sozialistische Paradies

Sie wollen auch fünf Tage Wochenende und nur zwei Tage arbeiten? In einem Land leben, wo jeder Geld hat wie Heu? – Das können Sie nun in Venezuela – dem Sozialismus des 21. Jahrhunderts sei Dank!

Sie wollen auch fünf Tage Wochenende und nur zwei Tage arbeiten? In einem Land leben, wo jeder Geld hat wie Heu? – Das können Sie nun in Venezuela – dem Sozialismus des 21. Jahrhunderts sei Dank! – Über die Zustände in Venezuela 2016, Ursachen und Folgen mein Video auf Youtube:

 

Und auf Soundcloud:

Depressionen durch zu viel Freiheit? – Podcast #3

Über die Geschichte der Great Depression 1929 bis 1941 – Mythos und Wahrheit über die Ursachen und Folgen.

Über die Geschichte der Great Depression 1929 bis 1941 – Mythos und Wahrheit über die Ursachen und Folgen.

 

Als Youtube-Video hier

 

Als Soundcloud-Podcast hier

https://soundcloud.com/gunnar-kaiser/depressionen-durch-zu-viel-freiheit

Depressionen durch zu viel Kapitalismus?

history of the great depression, myths, causes and effects, from Coolidge to Roosevelt

Die Geschichte der Großen Depression – Märchen, Ursachen und Folgen

 

Von Zeit zu Zeit braucht der Mensch, um als guter Untertan funktionieren zu können, eine Gute-Nacht-Geschichte. In diesem Märchen treibt der böse Wolf der menschlichen Freiheit sein Unwesen, wird vom guten Staat aber letztlich doch vertrieben oder zumindest in seine Schranken verwiesen.

Eines dieser Märchen ist dabei das von der Großen Depression von 1929 bis 1941, die sich in Form großer wirtschaftlicher Schwierigkeiten und individueller Not und Armut vor allem auf das Leben von Millionen Amerikanern ausgewirkt hat.

Dieses Märchen erzählt von den Auswirkungen einer allzu freien Marktwirtschaft und von den rettenden Eingriffen durch die Hände des Staates. Und es ist der Grund dafür, dass Menschen heutzutage noch immer glauben, zu viel Freiheit sei schädlich, und dass sich in der freien Marktwirtschaft jederzeit, ohne Vorwarnung, gewaltige Rezessionen ereignen können, die Wohlstand und von heute auf morgen zerstören. Und dass “der Staat” dem eben vorbeugen müsse … und wenn er das dann nicht geschafft hat (wen wundert’s`?), müsse er wenigstens die Folgen so wenig hart wie möglich gestalten.

Das Märchen von der Schuld des Kapitalismus an der Weltwirtschaftskrise, dem Börsencrash von 1929 und der Great Depression ist jedoch nichts weiter als das – ein Märchen. Auch sein Happy End, nämlich die Erzählung davon, dass staatliche Interventionen schließlich zu der wirtschaftlichen Erholung geführt hätten, die sonst niemals oder nur unter sehr großen weiteren Opfern eingetreten wäre, ist ein gerne weitergetragener Mythos.

Da sich Menschen aber, wenn sie beherrscht werden wollen, gerne Märchen und Sagen erzählen lassen, ist es auch schwer, mit Fakten und Indizien ihre Ansichten über den Gang der Geschichte ändern zu wollen.
Gleichwohl ist es notwendig, es zu versuchen.

Fragen wir also: Was waren die wirklichen Ursachen der Großen Depression? Welche Folgen hat sie gezeitigt? und: Was haben die staatlichen Eingriffe tatsächlich gebracht?

Wie kam es zur Depression?

Nach Frederic Bastiat ist Ökonomie auch die Lehre „von dem, was man sieht, und von dem, was man nicht sieht“. Um das Offensichtliche zu erklären, muss man also erst das Verborgenen aufdecken.

Obwohl das moderne Märchen behauptet, dass der freie Markt sich im Verlauf der Zwanziger Jahre selbst zerstört habe, ist doch das Regierungshandeln der eigentliche Motor der Depression. Die Rezessionen, die zuvor stattfanden, dauerten nicht länger als 3 bis 4 Jahre, viele waren sogar um einiges kürzer, und es ist wahrscheinlich, dass auch sie sich bei einem Ausbleiben staatlicher Eingriffe nicht länger erstreckt hätten. Stattdessen wurde die Krise zu einer über ein Jahrzehnt anhaltenden Depression verstärkt.

Was war geschehen? Nun, das Jahrzehnt zuvor nennt man die Goldenen Zwanziger, die „Roaring Twenties“. Der Große Gatsby, das Model T von Ford, Al Capone und die Prohibition, der Caesar’s Salad wird erfunden, Charleston und Irving Berlins „Blue Skies“ … eine Zeit, an dem sich ein Boom an den anderen anschloss.

Es ist ein ehernes Gesetz, das wir in der Historie wie im persönlichen Leben nur zu oft beobachten können: Was aufsteigt, wird irgendwann fallen. Nach einem Aufschwung kommt der Abschwung, und der wird umso stärker sein, je höher und schneller sein Vorgänger war. Gerne blicken wir ja auf ein ganz bestimmtes Datum, hier den 24. 10. 1929, an dem wir alles festmachen zu können glauben. Doch dieses Ereignis, das so viel Aufmerksamkeit auf sich zieht, war nur ein weiteres Datum in einer Reihe von bewussten und unbewussten Aktionen, die sich dem Blick der Öffentlichkeit entziehen.

Nun ist die Frage, ob der Aufschwung, dessen Wirkungen wir im Aufblühen der Kultur der 20er Jahre sehen, nur eine Folge von zu großer wirtschaftlicher Freiheit, von rücksichtslosem Spekulieren und Investieren ist, oder ob auch der Staat dafür gesorgt hat, dass das Leben der Menschen sich innerhalb so kurzer Zeit so umfassend geändert hat.

Die eine staatliche Aktion, die den größten Einfluss auf das gesamte Leben der Menschen hat, ist die, das Geld zu drucken.
Und tatsächlich gibt es Schätzungen, dass die Federal Reserve die Dollar-Geldmenge von 1921 bis 1918 um mehr als 60 % erhöht hat. Dies musste unweigerlich zu geringeren Zinsraten führen – weil es ein größeres Angebot an Geld gab, wurde das Geld billiger. Denn Zins ist nichts anderes als der Preis des Geldes. In einer freien Wirtschaft zeigt der Zins an, wie viel Geld von den Menschen benötigt wird im Verhältnis zum Angebot. Wenn nun Geld billig ist, ist der Anreiz, zu investieren, viel stärker, als er normalerweise wäre. Die Börsenkurse steigen und die Aktienbesitzer und Unternehmer denken, es gäbe eine reale Nachfrage nach den Produkten des Unternehmens. Es wird also mehr und mehr produziert – während eine reale Nachfrage gar nicht in dem angenommenen Maße existiert.

Der österreichische Ökonom Ludwig von Mises hatte diesen Mechanismus schon 1924 beschrieben:

Der naive Inflationismus fordert Vermehrung der Geldmenge ohne zu ahnen, dass [dies] die Kaufkraft der Geldeinheit vermindert. Er will mehr Geld sehen, weil Geldfülle in seinen Augen schon Reichtum ist. Fiat money!

Als die Fed nach sieben Jahren des Aufblähens der Geldmenge zwischen 1929 und 1933 schließlich die Zinsen wieder in die Höhe trieb und den Geldhahn zudrehte, nämlich um 30%, wurde es den Anlegern klar, dass, wenn das Geld knapp wird, man die Aktien lieber vorher als zu spät verkaufen sollte. Eine Lawine brach los.

Denn zwischen 1929 und 1933 fiel die nationale Produktion um mehr als die Hälfte. Der Einkommensdurchschnitt fiel um 28 %, die Börsenkurse fielen auf ein Zehntel des ursprünglichen Werts, 1933 schließlich gab es 12,8 Millionen Arbeitslose. Betrug die Arbeitslosigkeit 1929 noch 3,2%, waren es 1933 bereits 25%!

Da aber der Mann auf der Straße die Eingriffe des Staates nicht sehen kann, steht er ratlos vor dem Trümmerhaufen seiner eigenen Existenz und singt, wie später Bruce Springsteen:

lately there ain’t been much work, on account of the economy

Ja, wegen der Wirtschaft halt, das muss als Begründung ausreichen.

Es scheint also, dass die Fed, eine private Bank, die vom Staat das Monopol zum Gelddrucken erhalten hat, den Boom künstlich erzeugt hat. Ben Bernanke, Präsident der Fed bis 2014, hat dies zugegeben:

You’re right, we did it. We’re very sorry. But thanks to you, we won’t do it again.


Was geschah dann?

Dann kam die Präsidentschaft Herbert Hoovers, eines Mannes, der oft als Laissez-faire-Politiker dargestellt wird. Er habe sich geweigert, zu intervenieren, sondern wollte alles den freien Märkten überlassen, so geht dieser Teil des Märchens.

Doch nicht einmal sein politischer Gegner in den 1932er Wahlen hätte Hoover so bezeichnet. Im Gegenteil: Franklin. D. Roosevelt beschuldigte Hoover, er führe das Land durch rücksichtslose extravagantes Ausgeben in den Abgrund, er sei verantwortlich für die größten Ausgaben in Friedenszeiten, die das Land zum auf die Ebene des Sozialismus runterziehen werden.

Was nun würde ein Laissez-faire-Politiker, neben vielen anderen Dingen, niemals machen? Den Markt beschränken, indem er über bestimmte Güter Zolltarife verhängt. Was Hoover aber, neben vielen anderen Dingen, tat, war genau das. Der Smoot-Hawley-Tariff Act von 1930 beschränkte den Import auf den höchsten Level seit 100 Jahren, und zwar so stark, dass die Preise fielen, die Banken schlossen, die Farmer ihre Farmen aufgaben, die Arbeitslosigkeit z. B. in Cleveland auf 50 % stieg, der Dow Jones Index erst ein Vierteljahrhundert später wieder den Stand von 1929 erreichte und die ausländischen Wirtschaften, vor allem die den Verpflichtungen des Versailler Vertrags unterworfene Wirtschaft der Weimarer Republik, darunter litten.

Das Gesetz hatte einen großen Anteil am Rückgang des US-amerikanischen Außenhandels, und damit am Zusammenbruch des Welthandels während derWeltwirtschaftskrise. Es verschärfte die protektionistischenTendenzen in der Welt. Die Importe der USA sanken zwischen 1929 und 1933 um 66 % von 4,4 Milliarden Dollar auf 1,5 Milliarden Dollar. Die Exporte fielen um 61 % von 5,4 Milliarden Dollar auf 2,1 Milliarden Dollar. Die Importe aus Europa fielen von 1,334 Milliarden im Jahr 1929 auf 390 Millionen Dollar im Jahr 1932, und die Exporte nach Europa von 2,341 Milliarden auf 784 Millionen Dollar. (Quelle: Wikipedia)

Sogar der Wirtschaftslehrer im Film „Ferris macht blau“ wusste das! Es ist eine Voodoo-Ökonomie!

 

Hoover also war alles andere als ein Non-Interventionist. Der Anteil der Staatsausgaben am Bruttosozialprodukt betrug beispielsweise 1931 über 20% – nicht gerade rein kapitalistisch. Und als ob mit Subventionen, hohen Zöllen und einer verfehlten Geldpolitik noch nicht genug getan worden wäre, um die Menschen davon abzuhalten, in Ruhe ihren Geschäften nachzugehen, wurde 1932 der Revenue Act verabschiedet, der die Einkommenssteuer verdoppelte!

Giftige Medizin

Als FDR dann Präsident wurde, führte er genau das fort, wogegen er sich zuvor immer gestellt hatte: Hoovers Interventionismus. Nun, 1933, war auch in seiner Antrittsrede nicht mehr die Rede von verfehltem Regierungshandeln – er gab den skrupellosen Geldwechslern die Schuld!

Plötzlich war jemand, der Gold besaß, ein Verbrecher. Die Menschen durften sich nicht mehr frei aussuchen, wie sie ihr Geld sparten. Roosevelt beschränkte den Goldbesitz und entwertete den Dollar damit um 40%. Bis 1936 stiegen die Staatsausgaben um 83%, die Staatsschulden auf 73%! 1933 zwang man die meisten Industrien in regierungsgesteuerte Kartelle, regulierte Preise und Löhne und trieb so die Kosten um 40 % nach oben. Die industrielle Produktion fiel so um ein Viertel.

Das Mindestlohngesetz von 1938 verhinderte, dass gering ausgebildete und junge Menschen in den Arbeitsmarkt einsteigen konnten – machte auf diese Weise viele von ihnen wiederum abhängig von der Sozialhilfe, die 1935 eingerichtet worden war. Landwirtschaftliche Produkte mussten zerstört werden, um die Preise künstlich zu erhöhen – Weizen und Mais wurden verbrannt, gesunde Schafe, Rinder und Schweine wurden in Massengräbern verscharrt. Sechs Millionen Ferkel wurden geschlachtet, ohne dass ihr Fleisch verkauft worden wäre. Farmer wurden vom Staat für ihre Untätigkeit bezahlt.

Schließlich kamen drastische Steuererhöhungen (Einkommenssteuerraten bis über 90 %) und die krypto-faschistischen Bestimmungen der National Recovery Administration (NRA), die Eingriffe noch in die kleinsten Teile des wirtschaftlichen Lebens vorsahen, bald aber vom Obersten Gerichtshof für verfassungswidrig erklärt wurden. 1941 plante Roosevelt sogar eine Einkommenssteuer von 99,5%!
Wie Roosevelts Finanzminister Henry Morgenthau in seinem Tagebuch schrieb:

Wir haben es mit Geldausgeben versucht, wir geben mehr aus als je zuvor, und es hat nicht funktioniert … Nach acht Jahren in der Regierung haben wir genauso viel Arbeitslosigkeit wie als wir begannen, und eine enorme Staatsschuld obendrein.

Und dann kam der Krieg, aber das ist eine andere Geschichte …
Obwohl FDR also das Amt von Hoover übernahm, mit dem Versprechen, weniger zu regulieren, tat er genau das Gegenteil, und dies verlängerte die Depression auf mehr als ein ganzes Jahrzehnt! Was also mit einer unverantwortlichen Geldpolitik der Regierung begann, wurde verlängert und verschlimmert mit Tarifen, Steuern, Regulationen von Produktion, Konsum und Arbeit, Fehlsubventionen und Zerstörung von Natur und persönlichem Eigentum.

Es ist wichtig, dass das Märchen von der bösen Freiheit nicht mehr erzählt wird – sondern Fakten und logische Schlussfolgerungen aufzeigen, wer für Arbeitslosigkeit, Armut und Hunger verantwortlich ist. Denn je öfter wir uns eine Geschichte erzählen, die dem Staat die Rolle des edlen Ritters zuschreibt, wird er stärker und mächtiger werden – und irgendwann sein wahres Wesen auch den schlafenden Kindern offenbaren.

Literatur:

Burton W. Folsom jr.: New Deal or Raw Deal?: How FDR’s Economic Legacy Has Damaged America

Jim Powell: FDR’s Folly: How Roosevelt and His New Deal Prolonged the Great Depression

Lawrence W. Reed: Great Myths of the Great Depression. Popular Accounts of the Depression Belong in a Book of Fairy Tales

Murray N. Rothbard: America’s Great Depression