So wichtig wie gefährlich – „Politisches Framing“ von E. Wehling

zuerst erschienen auf KULTURA-Extra, März 2016

„How rich do we need the rich to be?“ – Wie klingt dieser Satz in Ihren Ohren? Es ist der Satz, mit dem Paul Krugman seine Januar-Kolumne in der New York Times beginnt; ins Deutsche lässt er sich mehr schlecht als recht übersetzen mit: „Wie reich sollen unsere Reichen sein?“

Kommt Ihnen der Satz idealistisch, fürsorglich und barmherzig vor, als wäre er ein direktes Zitat aus dem Munde Robin Hoods? Steckt hinter der Fragestellung eine berechtigte Forderung? Oder gilt für sie in exemplarischer Weise, was Wittgenstein als das Hauptanliegen der Philosophie festgehalten hat: „Die meisten Sätze und Fragen, welche über philosophische Dinge geschrieben worden sind, sind nicht falsch, sondern unsinnig. Wir können daher Fragen dieser Art überhaupt nicht beantworten, sondern nur ihre Unsinnigkeit feststellen.“? Ist Krugmans Satz anmaßend oder gar … böse?

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