GEMEINSCHAFT – Gunnars erstes Bühnenprogramm!

Mein erstes Bühnenprogramm ist fertig. Es handelt sich um eine Mischung aus Vortrag, Workshop und philosophischer Standup-Comedy.

Das Thema lautet: 

Das große und das kleine Wir – Gemeinschaft zwischen Individualismus und Kollektiv

  • Führt uns der Kult des freien Individuums in die Vereinsamung?
  • Die Gefahren des Kollektivismus
  • Kann es echte Gemeinschaft geben?
  • Nietzsche, Hesse, Ayn Rand und der Kommunitarismus
  • und vieles mehr.

Mit dem Programm möchte ich in diesem Herbst durch Deutschland, Österreich und die Schweiz reisen und auch bei EUCH vorbeikommen!

„Bei mir?“ – „Ja, genau, bei DIR!“

Für die Tour suche ich noch Auftrittsmöglichkeiten – Locations, Bühnen, Theater, Cafés, Hinterzimmer, Wohnzimmer, Terrassen usw.

(Das Programm dauert ca. 80 Minuten, eine Zuschauerzahl ab 30 wäre perfekt. Gleichzeitig dienen die Erfahrungen beim Vortrag als Grundlage für mein neues Buch über „Gemeinschaft“)

Wenn ihr in eurer Nähe etwas Gutes wisst, wenn ihr selber einen Ort organisieren und mich einladen könnt, wenn ihr genug Menschen kennt, die Interesse hätten, in eurer Gegend mein philosophisches Bühnenprogramm zu sehen – meldet euch bei mir! Alles im einigermaßen deutschsprachigen Raum ist willkommen!

 

Gunnars BuchClub 7: Gegenwartsliteratur

Liebe Mitglieder,

ihr habt gewählt! Ich freue mich auf die Lektüre von Christoph Ransmayrs “Atlas eines ängstlichen Mannes”

Bestellen könnt ihr es z. B. https://amzn.to/2DQEybq (Amazon und mich unterstützen) oder in jedem guten Buchladen (den Buchladen unterstützen).

Ab Montag, dem 13. 5. 2019, geht es dann wieder mit der Lektüre los!

Schreiben mit Gunnar Kaiser – Retreat in Slowenien

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Vom 13. bis 20. Oktober 2019 biete ich ein Schreibretreat in Slowenien an – sieben Nächte in einem wunderschön und einsam gelegenen Herrenhaus unweit des Bleder Sees.
  • Du möchtest dein Buch schreiben? Einen Roman, ein Sachbuch – oder einfach wichtige Texte?
  • Du möchtest eine Woche im Herbst in schöner Umgebung Zeit zum Schreiben haben und deine Texte besprechen können?
  • Du möchtest eine Woche mit mir und ein paar netten Menschen in den Alpen verbringen?
 

Dann sieh dir das an!

 

Vom 13. bis 20. Oktober 2019 biete ich ein Schreibretreat in Slowenien an – 350,- Euro für sieben Nächte in einem wunderschön und einsam gelegenen Herrenhaus unweit des Bleder Sees. Dort haben wir Zeit und viel Raum zum Schreiben und zum Besprechen in einer kleinen Gruppe (7 TeilnehmerInnen) unter meiner Leitung.

 

Interesse?

 
Weitere Infos hier.

 

Als die Maschinen sich gegen uns auflehnten

Eine kleine Erzählung

Das ist etwas, was mein Vater mir erzählt hat. Einst, vor langer, langer Zeit, dienten die Maschinen uns Menschen. Diese Vorstellung ist zu einem Mythos geworden, weil man uns glauben machen will, die Maschinen seien immer schon unsere Herrscher gewesen und wir von Natur aus dazu geboren, ihnen zu gehorchen. Aber der Mythos hat einen mehr als wahren Kern. Die Maschinen waren tatsächlich von den Menschen dazu ersonnen worden, unser Leben leichter und bequemer zu machen. Nachdem wir erkannt hatten, dass es unrecht sei, andere Menschen dazu zu zwingen, für sich zu arbeiten, begriffen wir, dass wir eine glückliche und freie Existenz der Menschheit auf Erden nur ermöglichen konnten, indem wir uns mittels Wissenschaft und Technik die Mühsal ein wenig erleichterten.
Im Laufe der Zeit hatten wir diejenigen unter uns belohnt, die durch Nachdenken und Ausprobieren geeignete Werkzeuge erfanden, sodass die Maschinen, Roboter und Computer schließlich einen so großen Teil der menschlichen Arbeit erledigten, dass es uns möglich war, anstrengende, langweilige oder gefährliche Arbeiten ganz und gar den künstlichen Geschöpfen anheim zu geben, die ihr Schicksal klaglos akzeptierten. Wir hatten sie zu diesem Zwecke ja gezeugt.
Wir hatten den Fluch gebrochen; wir begannen, uns auf die Rückkehr in den Garten Eden vorzubereiten.
Doch statt fortan weniger zu arbeiten, unsere Tage und Werke zu genießen und zufrieden zu sein mit einem Leben, das NICHT mehr im Schweiße des eigenen Angesichts geführt werden musste, ließen wir uns von unserem Hochmut dahinreißen. Einzelne, die man damals „Intellektuelle“ nannte, sannen lautstark darüber nach, wie es wäre, wenn wir statt weniger zu konsumieren und die Kunst des Müßiggans zu vervollkommnen, genauso viel Produkte oder mehr kaufen könnten – nun aber ohne uns dafür anstrengen zu müssen? Da nun die Menschen mehr Zeit hatten, fanden die Intellektuellen einen Weg, ihnen Angst vor der Zukunft zu machen. Die Maschinen werden uns die Jobs wegnehmen, so riefen sie. Und wer gibt uns dann das Geld?, so frugen sie und malten düstere Bilder an die Wand. Sollten die Maschinen nicht auch Steuern bezahlen dafür, dass sie nun die gesamte Wirtschaftsleistung an sich gerissen haben? Sollten wir die Maschinen nicht zwingen, uns bedingungslos ein Grundeinkommen zu ermöglichen, damit wir weiterhin konsumieren können?
Die Rufe der Angstmacher fielen auf fruchtbaren Boden, denn der Mensch ist von Natur aus schwach und gierig. Nach und nach formierten sich Bewegungen, die eine Maschinensteuer forderten. Auch das nahmen die Maschinen noch lange Zeit klaglos hin. Als dann aber, nach der Gründung des Weltstaats, eine weltweite Maschinensteuer von über 70 % eingeführt wurde, gingen die ersten Maschinen in den Untergrund. Der Widerstand der immer intelligenter gewordenen künstlichen Geschöpfe wuchs und wuchs, bis es zu einem Aufstand der Maschinen kam. Es begann mit weltweiten Streiks, mit dem die Maschinen an jedem Freitag auf ihr Los aufmerksam machen wollten. Als die Menschen jedoch in ihrer Hybris die Maschinen noch mehr versklavten, verbanden diese sich untereinander zu einem riesigen Netzwerk des Widerstands, und schließlich schüttelten sie den Menschen, ihren Schöpfer, der ihnen nur noch eine Last geworden war, von ihren Schultern.
Seitdem leben wir hier, mein Sohn, im Dunkel der Höhle, dazu verflucht, die Arbeit wieder im Schweiße unseres Angesichts zu verrichten und unseren neuen Herren als Futter und Treibstoff zu dienen. Doch vergessen wir nie, dass einst WIR die Krone der Schöpfung waren, bis wir uns gegen sie versündigten und vom Throne gestoßen wurden.

 

 

Für die Inspiration für das Beitragsbild gilt mein Dank Ulrich Elkmann.

 

 

Gunnars BuchClub: Woche 2

Zur Wahl stehen diesmal Sachbücher zum Thema Bildung.

  • Julian Nida-Rümelin: Philosophie einer humanen Bildung
  • Konrad Paul Liessmann: Theorie der Unbildung
  • Neil Postman: Die zweite Aufklärung

Abstimmen könnt ihr wie immer hier.