Geschützt: Totgesagt – Warum Intellektuelle unsere Welt zerstören (Lesung, Teil 3)

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Europa wird christlich sein?

Roland Baader über die christlichen Wurzeln der Marktwirtschaft.

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Die Rolle der Intellektuellen in der Gesellschaft [VORTRAG]

Einer der Gründe, warum das Feuilleton mehrheitlich hillary-phil zu sein scheint: Donald Trump ist DER Anti-Intellektuelle. Sein Businessman-Habitus, seine auf Achtklässler zugeschnittene Sprechweise, sein Stolz auf so weltlich-phallische Statussymbole, seine ganze ungeistige Existenz als erfolgreicher Unternehmer verkörpern all das, was Intellektuelle gemeinhin hassen – aus Neid? Oder gar aus Projektion?
Was aber, wenn die persönliche Abneigung gegen Figuren wie Trump die intellektuelle Öffentlichkeit blind macht für das größere Übel?

In meinem Vortrag geht es um die gegenwärtige Rolle der Intellektuellen. Ich beleuchte die Geschichte des Begriffs „Intellektueller“ zwischen Ehrentitel und Schimpfwort und ihre angestammte Funktion als „Priester des status quo“. Welchen Zweck erfüllen Intellektuelle in einer Gesellschaft und warum ist die intellektuelle Grundeinstellung üblicherweise linksliberal und etatistisch?
Im Anschluss an die Überlegungen des Kölner Sprachwissenschaftlers Dietz Bering und des Philosophen Roland Baader beleuchte ich die Schwierigkeiten, die Intellektuelle in der Abgrenzung von den herrschenden Narrativen hatten und haben.

[Die Video-Qualität ist leider nicht ausreichend, also habe ich mich entschieden, nur die Audio-Version hochzuladen – und sie mit wahllos ausgesuchten, hektisch verwackelten und zu krass bearbeiteten Eindrücken von meiner Reise nach New York City und New England 2016 zu unterlegen. Have fun!]

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Die Intellektuellen und die freie Gesellschaft – Vortrag am 27. 10. 2016

Beim Hayek-Club Köln halte ich am Donnerstag, dem 27. Oktober einen Vortrag – und DU bist herzlich eingeladen! Ja, genau DU!

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Hannah Arendt

Einer der Gründe, warum das Feuilleton mehrheitlich hillary-phil zu sein scheint: Donald Trump ist DER Anti-Intellektuelle. Sein Businessman-Habitus, seine auf Achtklässler zugeschnittene Sprechweise, sein Stolz auf so weltlich-phallische Statussymbole, seine ganze ungeistige Existenz als erfolgreicher Unternehmer verkörpern all das, was Intellektuelle gemeinhin hassen – aus Neid? Oder gar aus Projektion?
Was aber, wenn die persönliche Abneigung gegen Figuren wie Trump die intellektuelle Öffentlichkeit blind macht für das größere Übel?

In meinem Vortrag geht es um die gegenwärtige Rolle der Intellektuellen. Ich beleuchte die Geschichte des Begriffs „Intellektueller“ zwischen Ehrentitel und Schimpfwort und ihre angestammte Funktion als „Priester des status quo“. Welchen Zweck erfüllen Intellektuelle in einer Gesellschaft und warum ist die intellektuelle Grundeinstellung üblicherweise linksliberal und etatistisch?

Zu Wort kommen Émile Zola, Theodor W. Adorno, Karl Raimund Popper, Noam Chomsky, Roland Baader – und Hannah Arendt.

Im Anschluss an die Überlegungen des Kölner Sprachwissenschaftlers Dietz Bering beleuchte ich die Schwierigkeiten, die Intellektuelle in der Abgrenzung von den herrschenden Narrativen hatten und haben – und welche Möglichkeiten sie haben, um einer wirklich freien Gesellschaft zu dienen.


Der Vortrag findet in einem beliebten Brauhaus in Köln statt (nein, nicht in einem Keller) und der Eintritt ist kostenlos. Hier kann man sich formlos anmelden: hayekclubkoeln@gmx.de

Ich habe einen Traum

Ich träume von einem vollbesetzten Bundestag (wohl nur bei Abstimmung über Diäten-Erhöhung möglich). Plötzlich erhebt sich einer der Abgeordneten, allen anderen als aufrechtes Mannsbild bekannt, und tritt ans Mikrofon. Lange schaut er schweigend ins Hohe Haus, bis gespannte Stille eingetreten ist. Dann sagt er:
„Meine Damen und Herren: Ich bin ein glühender Anhänger des demokratischen Rechtsstaats; ich bekenne mich zur freiheitlichen, individualistischen und christlichen Kultur, Tradition und Zivilisation des Abendlandes und der freien westlichen Welt. Und genau aus diesem ernsten Grund sage ich allen hier versammelten Volksvertretern, allen Parteien, Politikern und Regierungsmitgliedern: Ich brauche Eure Subventionen und Transferzahlungen nicht; ich will nicht Euer Kinder-, Mutterschafts- und Sterbegeld, nicht Eure tausend Almosen und milden Gaben, die Ihr mir vorher aus der Tasche gezogen habt – und mir und meinen Kindern noch in fünfzig Jahren aus der Tasche ziehen werdet. Ich brauche keine subventionierte Butter, kein Quoten-Rindfleisch und keine preisgarantierte Milch, keine EG-genormten Planwirtschafts-Erbsen und keine ministergelisteten Medikamente; ich brauche keinen Schwerbeschädigten-Ausweis für meine Plattfüße und keinen Almosen-Freibetrag für meine pflegebedürftige Großmutter, auch keine Kilometerpauschale und keinen Kantinen-Essensbon über eine Mark dreißig. All Eure Wahlfang-Pfennige und -Scheine könnt Ihr Euch an den Hut stecken. Aber: Laßt mich dafür auch in Frieden. Ich bin nicht Euer Buchhalter, Statistiker und Belegsammler, der die Hälfte seiner Lebenszeit damit zubringt, Eure Schnüffel-Bürokratie zu befriedigen, der von einem Paragraphen-Knäuel zum anderen taumelt und sich wie eine gehetzte Ratte durch alle Kanalwindungen Eurer kranken Steuergehirne windet. Schickt Euer Millionenheer von Faulärschen und parasitären Umverteilern nach Hause, Eure Vor- und Nachdenker moderner Wegelagerei und Strauchdiebeskunst, Eure Bataillone von Steuerfilz-Produzenten, Labyrinth-Pfadfindern und Paragraphen-Desperados, Eure Funktionärs-Brigaden von Verordnungs-Guerilleros und

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Roland Baader

Stempelfuchsern, all die nutzlosen Formularzähler und Arbeitsverhinderungs-Fürsten. Laßt mich einen festen, eindeutigen und ein für allemal fixierten Steuersatz zahlen, und bezahlt damit eine angemessene Verteidigungsarmee und ein verläßliches Rechtswesen, aber haltet Euch ansonsten heraus aus meinem Leben. Dies ist mein Leben; ich habe nur eines, und dieses eine soll mir gehören. Ich bin niemandes Sklave, niemandes Kriecher und niemandes Liebediener. Ich bin ein freier Mann, der für sein Schicksal selbst und allein verantwortlich ist, der sich in die Gemeinschaft einfügt und die Rechte anderer genauso respektiert wie er seinen eigenen Pflichten nachkommt, der aber keine selbsternannten Ammen und scheinheiligen Guten Onkels, keine ausbeuterischen Wohltäter und von mir bezahlten Paradiesverkünder braucht. Was ich brauche, das sind: Freunde, Familie und rechtschaffene Christenmenschen, in guten und in schlechten Zeiten; und ich bin Freund, Familienglied und Christ, auch dann, wenn es anderen schlecht geht; aber dazu brauche ich keine Funktionäre und Schmarotzer, keine bezahlten Schergen und staatsversorgten Wohltäter. Dazu brauche ich nur die mir Nahestehenden und den Herrgott. Hier stehe ich. Gott helfe mir! Ich kann nicht anders!“

 
Roland Baader

 

aus:

Roland Baader: Kreide für den Wolf. Anita Tykve Verlag, 1991.