Gunnars Leseliste: 10 x 10 Bücher

Es folgt eine sehr persönliche Liste der Sachbücher, die mich bisher begleitet haben und deren Lektüre ich empfehle.

(zur Liste der zehn mal zehn besten Bücher der Weltliteratur hier)

1. Philosophie

  1. Ralph Waldo Emerson: Natur
  2. Seneca: Von der Kürze des Lebens
  3. Epiktet: Handbüchlein der Moral [mein VIDEO]
  4. Sören Kierkegaard: Entweder – Oder
  5. Lao Tse: Tao te king
  6. Arthur Schopenhauer: Aphorismen zur Lebensweisheit [mein VIDEO]
  7. Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra [mein VIDEO]
  8. Albert Camus: Der Mythos des Sisyphos
  9. Michel de Montaigne: Essays
  10. Marc Aurel: Selbstbetrachtungen [mein VIDEO]

2. Gesellschaft

  1. Jonathan Haidt: The Righteous Mind: Why Good People are Divided by Politics and Religion [mein VIDEO]
  2. Chantal Delsol: Icarus Fallen: In Search for Meaning in an Uncertain World
  3. Hans Rosling: Factfulness: Wie wir lernen, die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist [mein VIDEO]
  4. Johan Norberg: Progress: Ten Reasons to Look Forward to the Future [mein VIDEO]
  5. José Ortega y Gasset: Der Aufstand der Massen [mein VIDEO]
  6. Martin van Creveld: Gleichheit: Das falsche Versprechen
  7. Harald Welzer: Autonomie. Eine Verteidigung [mein VIDEO]
  8. Helmuth Plessner: Grenzen der Gemeinschaft
  9. Sebastian Junger: Tribe. Das verlorene Wissen um Gemeinschaft und Menschlichkeit
  10. Patrick Deneen: Warum der Liberalismus gescheitert ist [mein VIDEO]

3. Psychologie und Motivation

  1. Erich Fromm: Haben oder Sein [mein VIDEO]; Die Furcht vor der Freiheit
  2. Viktor E. Frankl: … trotzdem Ja zum Leben sagen! [mein VIDEO]; Der Mensch vor der Frage nach dem Sinn
  3. Nathaniel Branden: Die 6 Säulen des Selbstwertgefühls [mein VIDEO]; The Art of Living Consciously
  4. Cal Newport: Konzentriert arbeiten [mein VIDEO]
  5. Charles Duhigg: Die Macht der Gewohnheit: Warum wir tun, was wir tun
  6. Rainer Maria Rilke: Briefe an einen jungen Dichter
  7. Arno Plack: Ohne Lüge leben
  8. Susan Jeffers: Feal the Fear and Do it Anyway
  9. Robert Bly: Der Schatten. Die dunklen Seiten des menschlichen Wesens
  10. Hal Elrod: Miracle Morning: Die Stunde, die alles verändert

4. Erkenntnis, Denken und Medien

  1. Platon: Der Staat [mein VIDEO]
  2. David Hume: Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand
  3. Douglas R. Hofstadter: Gödel, Escher, Bach – ein Endloses Geflochtenes Band
  4. Steven Pinker: Das unbeschriebene Blatt: Die moderne Leugnung der menschlichen Natur

  5. Peter Boghossian: Angst vor der Wahrheit: Ein Plädoyer gegen Relativismus und Konstruktivismus

  6. Edward Bernays: Propaganda

  7. Gustave le Bon: Psychologie der Massen [mein VIDEO]
  8. Walter Lippmann: Die öffentliche Meinung [mein VIDEO]
  9. Jacques Ellul: Propaganda
  10. Noam Chomsky: Media Control: Wie uns die Medien manipulieren; Manufacturing Consent: The Political Economy of the Mass Media [mein VIDEO]

5. Ökonomie

  1. Roland Baader: Die belogene Generation: Politisch manipuliert statt zukunftsfähig informiert; Geldsozialismus: Die wirklichen Ursachen der neuen globalen Depression
  2. Thomas DiLorenzo: The Problem with Socialism [mein VIDEO]
  3. Henry Hazlitt: Die 24 wichtigsten Regeln der Wirtschaft
  4. Thomas Mayer: Die Ordnung der Freiheit und ihre Feinde [mein VIDEO]
  5. Ludwig von Mises: Die Gemeinwirtschaft; Th. Polleit: Ludwig von Mises für jedermann [mein VIDEO]
  6. Murray Rothbard: Die Ethik der Freiheit
  7. Igor Schafarewitsch: Der Todestrieb in der Geschichte: Erscheinungsformen des Sozialismus [mein VIDEO]
  8. Jeremy Locke: Das Ende des Bösen
  9. Thomas Sowell: Economic Facts and Fallacies; Basic Economics
  10. Rahim Taghizadegan: Alles, was Sie über die Österreichische Schule der Nationalökonomie wissen müssen; Wirtschaft wirklich verstehen [mein VIDEO]

6. Staat

  1. Bertrand de Jouvenel: Über die Staatsgewalt; Die Ethik der Umverteilung
  2. Alexis de Tocqueville: Über die Demokratie in Amerika [mein VIDEO]
  3. H. D. Thoreau: Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat [mein VIDEO]
  4. Étienne de la Boetie: Von der freiwilligen Knechtschaft [mein VIDEO]
  5. Friedrich August von Hayek: Der Weg zur Knechtschaft [mein VIDEO]
  6. Hans-Hermann Hoppe: Der Wettbewerb der Gauner [mein VIDEO]
  7. Larken Rose: Die gefährlichste aller Religionen [mein VIDEO]
  8. Andreas Marquart, Philipp Bagus: Wir schaffen das alleine! [mein Video]
  9. Titus Gebel: Freie Privatstädte: Mehr Wettbewerb im wichtigsten Markt der Welt
  10. Robert Nozick: Anarchie – Staat – Utopia

7. Kultur und Moral

  1. Sigmund Freud: Das Unbehagen in der Kultur [mein VIDEO]
  2. Gertrud Himmelfarb: The De-Moralization of Society: From Victorian Virtues to Modern Values
  3. Niall Ferguson: Der Niedergang des Westens, Der Westen und der Rest der Welt [mein VIDEO]
  4. Michel Onfray: Niedergang [mein VIDEO]
  5. Thomas Sowell: A Conflict of Visions: Ideological Origins of Political Struggles [mein VIDEO]
  6. Joshua Greene: Moral Tribes: Emotion, Reason, and the Gap Between Us and Them

  7. Alexander Grau: Hypermoral [mein VIDEO]; Kulturpessimismus [mein VIDEO]
  8. Arnold Gehlen: Moral und Hypermoral [mein VIDEO]
  9. Friedrich Nietzsche: Jenseits von Gut und Böse [mein VIDEO]
  10. Ayn Rand: Die Tugend des Egoismus

8. Spiritualität und Religion

  1. Karlfried Graf Dürckheim: Der Alltag als Übung; Hara
  2. C. G. Jung: Archetypen
  3. Mircea Eliade: Yoga: Unsterblichkeit und Freiheit
  4. Alan Watts: Lebe jetzt!
  5. Jun’ichiro Tanizaki: Lob der Meisterschaft
  6. Eugen Herrigel: Zen in der Kunst des Bogenschießens
  7. H. D. Thoreau: Walden [mein VIDEO]
  8. Joseph Campbell: Der Heros in tausend Gestalten
  9. Tommy Ballestrem: Ja, aber die Kreuzzüge …
  10. Catherine Nixey: The Darkening Age: The Christian Destruction of the Classical World

9. Mann-Sein

  1. Robert Bly: Eisenhans: Ein Buch über Männer
  2. Richard Rohr: Der wilde Mann; Vom wilden Mann zum weisen Mann
  3. David Deida: Der Weg des wahren Mannes [mein VIDEO]
  4. Jack Donovan: Becoming a Barbarian
  5. Robert Moore, Douglas Gillette: König, Krieger, Magier, Liebhaber [mein VIDEO]

  6. Sam Keen: Feuer im Bauch. Über das Mann-Sein
  7. Lennart Svensson: Actionism – How to Become a Responsible Man

  8. Tanner Guzy: The Appearance of Power: How Masculinity is Expressed Through Aesthetics

  9. Robert Greene: Power. Die 48 Gesetze der Macht
  10. Ryan Holiday: The Obstacle is the Way: The Ancient Art of Turning Adversity to Advantage

10. Bildung

  1. Wilhelm von Humboldt: Schriften zur Bildung
  2. Jürgen Kaube: Ist die Schule zu blöd für unsere Kinder?
  3. Ken Robinson: Begeistert leben [mein VIDEO]
  4. Konrad Paul Liessmann: Bildung als Provokation; Geisterstunde: Die Praxis der Unbildung; Theorie der Unbildung [mein VIDEO]
  5. Michael Winterhoff: Deutschland verdummt [mein VIDEO]
  6. Warren Farrell, John Gray: The Boy Crisis: Why Our Boys Are Struggling [mein VIDEO]
  7. Christina Hoff Sommers: The War Against Boys: How Misguided Policies are Harming Our Young Men [mein VIDEO]
  8. John Taylor Gatto: Verdummt noch mal! Der unsichtbare Lehrplan
  9. Peter Bieri: Wie wäre es gebildet zu sein?
  10. Michael Felten: Auf die Lehrer kommt es an!

 

 

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Geschützt: Totgesagt – Warum Intellektuelle unsere Welt zerstören (Lesung, Teil 3)

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„Europa wird christlich sein? – Roland Baader über die christlichen Wurzeln der Marktwirtschaft

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Die Rolle der Intellektuellen in der Gesellschaft [VORTRAG]

Einer der Gründe, warum das Feuilleton mehrheitlich hillary-phil zu sein scheint: Donald Trump ist DER Anti-Intellektuelle. Sein Businessman-Habitus, seine auf Achtklässler zugeschnittene Sprechweise, sein Stolz auf so weltlich-phallische Statussymbole, seine ganze ungeistige Existenz als erfolgreicher Unternehmer verkörpern all das, was Intellektuelle gemeinhin hassen – aus Neid? Oder gar aus Projektion?
Was aber, wenn die persönliche Abneigung gegen Figuren wie Trump die intellektuelle Öffentlichkeit blind macht für das größere Übel?

In meinem Vortrag geht es um die gegenwärtige Rolle der Intellektuellen. Ich beleuchte die Geschichte des Begriffs „Intellektueller“ zwischen Ehrentitel und Schimpfwort und ihre angestammte Funktion als „Priester des status quo“. Welchen Zweck erfüllen Intellektuelle in einer Gesellschaft und warum ist die intellektuelle Grundeinstellung üblicherweise linksliberal und etatistisch?
Im Anschluss an die Überlegungen des Kölner Sprachwissenschaftlers Dietz Bering und des Philosophen Roland Baader beleuchte ich die Schwierigkeiten, die Intellektuelle in der Abgrenzung von den herrschenden Narrativen hatten und haben.

[Die Video-Qualität ist leider nicht ausreichend, also habe ich mich entschieden, nur die Audio-Version hochzuladen – und sie mit wahllos ausgesuchten, hektisch verwackelten und zu krass bearbeiteten Eindrücken von meiner Reise nach New York City und New England 2016 zu unterlegen. Have fun!]

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Die Intellektuellen und die freie Gesellschaft – Vortrag am 27. 10. 2016

Beim Hayek-Club Köln halte ich am Donnerstag, dem 27. Oktober einen Vortrag – und DU bist herzlich eingeladen! Ja, genau DU!

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Hannah Arendt

Einer der Gründe, warum das Feuilleton mehrheitlich hillary-phil zu sein scheint: Donald Trump ist DER Anti-Intellektuelle. Sein Businessman-Habitus, seine auf Achtklässler zugeschnittene Sprechweise, sein Stolz auf so weltlich-phallische Statussymbole, seine ganze ungeistige Existenz als erfolgreicher Unternehmer verkörpern all das, was Intellektuelle gemeinhin hassen – aus Neid? Oder gar aus Projektion?
Was aber, wenn die persönliche Abneigung gegen Figuren wie Trump die intellektuelle Öffentlichkeit blind macht für das größere Übel?

In meinem Vortrag geht es um die gegenwärtige Rolle der Intellektuellen. Ich beleuchte die Geschichte des Begriffs „Intellektueller“ zwischen Ehrentitel und Schimpfwort und ihre angestammte Funktion als „Priester des status quo“. Welchen Zweck erfüllen Intellektuelle in einer Gesellschaft und warum ist die intellektuelle Grundeinstellung üblicherweise linksliberal und etatistisch?

Zu Wort kommen Émile Zola, Theodor W. Adorno, Karl Raimund Popper, Noam Chomsky, Roland Baader – und Hannah Arendt.

Im Anschluss an die Überlegungen des Kölner Sprachwissenschaftlers Dietz Bering beleuchte ich die Schwierigkeiten, die Intellektuelle in der Abgrenzung von den herrschenden Narrativen hatten und haben – und welche Möglichkeiten sie haben, um einer wirklich freien Gesellschaft zu dienen.


Der Vortrag findet in einem beliebten Brauhaus in Köln statt (nein, nicht in einem Keller) und der Eintritt ist kostenlos. Hier kann man sich formlos anmelden: hayekclubkoeln@gmx.de

Ich habe einen Traum

Ich träume von einem vollbesetzten Bundestag (wohl nur bei Abstimmung über Diäten-Erhöhung möglich). Plötzlich erhebt sich einer der Abgeordneten, allen anderen als aufrechtes Mannsbild bekannt, und tritt ans Mikrofon. Lange schaut er schweigend ins Hohe Haus, bis gespannte Stille eingetreten ist. Dann sagt er:
„Meine Damen und Herren: Ich bin ein glühender Anhänger des demokratischen Rechtsstaats; ich bekenne mich zur freiheitlichen, individualistischen und christlichen Kultur, Tradition und Zivilisation des Abendlandes und der freien westlichen Welt. Und genau aus diesem ernsten Grund sage ich allen hier versammelten Volksvertretern, allen Parteien, Politikern und Regierungsmitgliedern: Ich brauche Eure Subventionen und Transferzahlungen nicht; ich will nicht Euer Kinder-, Mutterschafts- und Sterbegeld, nicht Eure tausend Almosen und milden Gaben, die Ihr mir vorher aus der Tasche gezogen habt – und mir und meinen Kindern noch in fünfzig Jahren aus der Tasche ziehen werdet. Ich brauche keine subventionierte Butter, kein Quoten-Rindfleisch und keine preisgarantierte Milch, keine EG-genormten Planwirtschafts-Erbsen und keine ministergelisteten Medikamente; ich brauche keinen Schwerbeschädigten-Ausweis für meine Plattfüße und keinen Almosen-Freibetrag für meine pflegebedürftige Großmutter, auch keine Kilometerpauschale und keinen Kantinen-Essensbon über eine Mark dreißig. All Eure Wahlfang-Pfennige und -Scheine könnt Ihr Euch an den Hut stecken. Aber: Laßt mich dafür auch in Frieden. Ich bin nicht Euer Buchhalter, Statistiker und Belegsammler, der die Hälfte seiner Lebenszeit damit zubringt, Eure Schnüffel-Bürokratie zu befriedigen, der von einem Paragraphen-Knäuel zum anderen taumelt und sich wie eine gehetzte Ratte durch alle Kanalwindungen Eurer kranken Steuergehirne windet. Schickt Euer Millionenheer von Faulärschen und parasitären Umverteilern nach Hause, Eure Vor- und Nachdenker moderner Wegelagerei und Strauchdiebeskunst, Eure Bataillone von Steuerfilz-Produzenten, Labyrinth-Pfadfindern und Paragraphen-Desperados, Eure Funktionärs-Brigaden von Verordnungs-Guerilleros und

denn-sie-wissen-nicht-was-sie-tun_studentenzeit
Roland Baader

Stempelfuchsern, all die nutzlosen Formularzähler und Arbeitsverhinderungs-Fürsten. Laßt mich einen festen, eindeutigen und ein für allemal fixierten Steuersatz zahlen, und bezahlt damit eine angemessene Verteidigungsarmee und ein verläßliches Rechtswesen, aber haltet Euch ansonsten heraus aus meinem Leben. Dies ist mein Leben; ich habe nur eines, und dieses eine soll mir gehören. Ich bin niemandes Sklave, niemandes Kriecher und niemandes Liebediener. Ich bin ein freier Mann, der für sein Schicksal selbst und allein verantwortlich ist, der sich in die Gemeinschaft einfügt und die Rechte anderer genauso respektiert wie er seinen eigenen Pflichten nachkommt, der aber keine selbsternannten Ammen und scheinheiligen Guten Onkels, keine ausbeuterischen Wohltäter und von mir bezahlten Paradiesverkünder braucht. Was ich brauche, das sind: Freunde, Familie und rechtschaffene Christenmenschen, in guten und in schlechten Zeiten; und ich bin Freund, Familienglied und Christ, auch dann, wenn es anderen schlecht geht; aber dazu brauche ich keine Funktionäre und Schmarotzer, keine bezahlten Schergen und staatsversorgten Wohltäter. Dazu brauche ich nur die mir Nahestehenden und den Herrgott. Hier stehe ich. Gott helfe mir! Ich kann nicht anders!“

 
Roland Baader

 

aus:

Roland Baader: Kreide für den Wolf. Anita Tykve Verlag, 1991.