Kennzeichnung des Impfstatus – Schweizer Grüne: „Sie könnten Sticker tragen“

„Keine Rücksicht mehr für Ungeimpfte“ – Gesundheitskommissionspräsidentin Ruth Humbel fordert eine Erkennung Ungeimpfter. Andere Schweizer Politiker fordern neben einer Impfpflicht nun auch mehr Klarheit beim Impfstatus einzelner Personen. Dies stößt zwar auf Widerstand, und doch steht die Forderung im Raum, dass bestimmte ungeimpfte Berufsgruppen beispielsweise weiterhin die Maske oder einen deutlich erkennbaren Sticker tragen sollten.

In der Schweiz sind außerdem eine Testpflicht für kleine Veranstaltungen wie Theateraufführungen und Kinos oder Zugangsbeschränkungen nur mit Impfzertifikat im Gespräch. Und mehr noch: Der Präsident der Grünliberalen Partei, Jürg Grossen, fordert eine nach außen erkennbare Kennzeichnung des Impfstatus für das Gesundheitspersonal. Wörtlich heißt es: „Pfleger, Betreuerinnen in Heimen, das Personal in Kitas und so weiter könnten zum Beispiel Sticker tragen, die zeigen, ob sie geimpft sind oder nicht“.

Unterstützt wird dieses Bestreben auch vom Präsidenten der Schweizer Impfkommission Christoph Berger. Er stehe klar hinter einer Ausweitung der Impfzertifizierung. So sollen Betroffene diesen Nachweis vor allem bei Veranstaltungen erbringen müssen, sowie aber auch im Alltag. „Wichtig wäre eine Zertifikatspflicht für Personal, das Patienten- oder Kundenkontakt hat“, so Berger.

Gesundheitskommissionspräsidentin Humbel fordert ähnliches. „Nau.ch“ erklärte Sie im Interview: „Soweit es medizinisch und epidemiologisch gerechtfertigt ist, sollten auch im Gesundheitswesen Geimpfte von der Maskenpflicht befreit werden“. Wenn jeder ein Angebot bekommen habe und die nicht Impfbereiten von dieser Befreiung ausgenommen wären, „wäre klar ersichtlich, wer geimpft und wer nicht geimpft sei“. Damit will Humbel wortwörtlich „keine Rücksicht“ mehr auf Ungeimpfte nehmen.

Das Recht auf die körperliche Selbstbestimmung hängt auch außerhalb Frankreichs, das Land, welches erst vor kurzem einen verpflichtenden „Gesundheitspass“ für Berufe im Gesundheitswesen eingeführt hat, weiterhin am seidenen Faden. Der Druck auf die Bevölkerung wächst nicht jedoch nicht nur in unseren Nachbarländern, auch in Deutschland nimmt er stark zu. Neben Markus Söder, dem bayrischen Ministerpräsidenten, der seinen Vize, Hubert Aiwanger, öffentlich nach seinem Impfstatus fragte, werden auch andere Politiker direkter in ihren Aussagen. Innenminister Seehofer erwähnte in einem Interview vor kurzem folgendes: „Die nicht geimpfte Person muss auch einsehen, dass wir die Gesamtgesellschaft schützen müssen und deshalb nur die Geimpften zu größeren Gemeinschaftsveranstaltungen zulassen können“.

Quellen:

https://www.bild.de/politik/ausland/politik-ausland/schweizer-politiker-wollen-ungeimpfte-pfleger-kennzeichnen-77119286.bild.html

https://de.rt.com/europa/120958-schweizer-grunliberale-politiker-fordern-markierungspflicht/

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